Eva Reichl: Zwei Leichen zum Prosecco

Eva Reichl

Eva Reichl | Foto: Gmeiner/ © NeCh-Fotografie (Neubauer Christoph)

Eva Reichl: Zwei Leichen zum Prosecco

Autorin: Eva Reichl
Titel: Zwei Leichen zum Prosecco – Oberösterreich Krimi
Genre: Belletristik/ Krimis, Thriller, Spionage
ISBN: 978-3-8392-8059-1
Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
Erschienen: 11.03.2026

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Klappentext:

Im Kürnbergwald stoßen Chefinspektorin Lotta Meinich und ihr Vater Gustav beim Spaziergang auf eine grausam zugerichtete männliche Leiche. Zwei Tage später wird unweit des ersten Tatorts ein weiterer Toter entdeckt. Es scheint keine Verbindung zwischen den Mordopfern zu geben, und alle Verdächtigen verfügen über Alibis.

Während Lotta verzweifelt nach einem Muster sucht, stiftet Gustav Chaos: Ausgerechnet mit einer der trauernden Witwen trifft er sich und bringt damit nicht nur die Ermittler, sondern auch Lottas Geduld an ihre Grenzen. Ein rätselhafter Fall, ein Vater mit eigenen Plänen und ein Mörder, der mehr zu verbergen hat, als jemand ahnt.  

Anna Lemberger

Rezension von Anna Lemberger

Nachdem Chefinspektorin Lotta Meinich bei ihrem letzten Einsatz schwer verletzt wurde, versieht sie derzeit nur Innendienst. Bevor sie wieder auf Mörderjagd gehen darf, muss sie einen Leistungstest bei Major Waggler bestehen. Da ihr Ausbilder jedoch eine hinterhältige Falle in das Training einbaut, versagt die Inspektorin – und sieht ihre aktive Ermittlertätigkeit in weite Ferne gerückt.

Doch dann stößt Lotta bei einem Spaziergang mit ihrem Vater Gustav und dessen Hund „Johann Strauss“ im Wald auf eine männliche Leiche. Schnell ist das Know-how der erfahrenen Beamtin wieder gefragt, und sie darf mit Zustimmung ihres Vorgesetzten am aktuellen Fall arbeiten. Nur zwei Tage später wird am anderen Ende desselben Waldstücks eine zweite Leiche mit identischen Tötungsmerkmalen gefunden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Opfern – und welche Rolle spielt Lottas Vater dabei?

Ihren Leistungstest absolviert Lotta schließlich überraschend praxisnah, als sie den raffinierten Plan des Mörders durchkreuzt.

Auch in ihrem zweiten Oberösterreich-Krimi richtet die Autorin den Fokus auf Lotta und ihren Vater Gustav Meinich, einen pensionierten Mordermittler. Zwischen den beiden besteht eine besondere Verbindung, da Gustav seine Tochter nach dem Tod der Mutter allein aufgezogen hat. Während Lotta penibel darauf achtet, dass ihr Vater sich genügend bewegt, versucht dieser immer wieder, sich in die laufenden Ermittlungen einzumischen. Ihn davon abzuhalten, birgt erhebliches Konfliktpotenzial – besonders in diesem Fall, da der Pensionist einer Mordverdächtigen etwas zu nahe kommt.

Das idyllische Cover vermittelt eine heile ländliche Welt, die jedoch schnell durch die Morde erschüttert wird. Der Prolog leitet hervorragend in den Hauptteil ein, der mit dem Leichenfund einen ersten Höhepunkt erreicht. Durch viele Wendungen und wechselnde Verdächtige bleibt die Spannung bis zum Schluss knisternd hoch. Das Ende ist völlig überraschend, da Reichl die Leserschaft geschickt auf eine falsche Fährte lockt.

Auch der neue Fall von Lotta Meinich ist ein gelungener Lesegenuss. Da die Handlung in sich abgeschlossen ist, kann das Buch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Wer regionale Kriminalromane liebt, wird von dieser Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen.


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