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Lesung | Frieda Aigner: Zsammtragn und aufgschriebn
Januar 17 @ 19:00 – 21:00

Frieda Aigner: Gedichte
Begleitung: Antheringer Mitanondermusi
Moderation: Bgm. Alois Mühlbacher
Frieda Aigner – eine Hüterin von Wissen, Geschichten und Dorfleben
In Anthering gibt es Menschen, die leise wirken und doch viel bewegen. Frieda Aigner ist eine von ihnen. Als Chronistin, Kräuterfrau und Erzählerin prägt sie seit Jahrzehnten das kulturelle Leben der Gemeinde – mit Wärme, Neugier und großer Bodenhaftung.
Bekannt wurde sie vor allem durch den Antheringer Kräutergarten, den sie 1992 im Rahmen des Salzburger Bildungswerks mitbegründete. Auf rund 1.000 Quadratmetern entstand ein Ort des Lernens und der Begegnung. Schulklassen, Nachbar:innen und Gäste hörten zu, stellten Fragen und nahmen Wissen mit, das weit über Kräuter hinausging. Die liebevolle Bezeichnung „Kräuterhexe“ trug Frieda Aigner dabei stets mit Humor.
Nach über 30 Jahren übergab sie die Leitung an Nachfolgerinnen – geblieben ist sie dennoch: als Mentorin, als Erzählerin, als vertraute Stimme. Diese Freude am Weitergeben prägt auch ihr Schreiben. In ihrem Buch „Stationen aus meinem Leben“ hält sie Antheringer Alltagsgeschichte fest – persönlich, oft im Dialekt und mit feinem Witz. Dass sie mit über 80 Jahren als Autorin neu entdeckt wurde, passt gut zu ihrer ungebrochenen Offenheit.
Auch ihr Einsatz für Klein- und Flurdenkmäler zeigt, wie wichtig ihr das Unspektakuläre ist: Marterln, Wegkreuze und kleine Zeichen des Glaubens und Erinnerns, die das Dorf zusammenhalten.
Frieda Aigner sammelt kein Wissen für sich. Sie teilt es – ruhig, herzlich und mit großem Respekt vor Menschen und Geschichte. Für Anthering ist das ein stiller Reichtum.
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