Mit einer Fastenzeit-Installation in der Pfarrkirche St. Andrä in Graz setzt die Künstlerin Elisabeth Gschiel ein Zeichen im Spannungsfeld von Gewalt, Spiritualität und Erinnerung. Ausgangspunkt ihrer aktuellen Werkserie sind die zahlreichen Bilder bewaffneter Konflikte der vergangenen Jahre, die sich in genähten Darstellungen funktionstüchtiger Waffen widerspiegeln.

Von Karl Traintinger
Diese textilen Bildarbeiten treten in der barocken Andreaskapelle in Dialog mit der zeitgenössischen Raumgestaltung von Otto Zitko. Dessen lineares Netzwerk, das seit 2003 den Kapellenraum prägt, bildet ein spannendes Gegenüber zu Gschiels mit der Nähmaschine gezeichneten Formen.
An der Schwelle zwischen Kirchenschiff und Presbyterium greift eine neue Werkserie die Tradition der Fastentücher auf. Mit Stecknadeln formt Gschiel florale Motive wie Passionsblume und Lilie. Während sich auf der Vorderseite eine sanfte Bildsprache zeigt, offenbart die Rückseite ein Geflecht aus hunderten spitzen Nadeln – eine eindringliche Metapher für die Verletzlichkeit hinter der Oberfläche.
So wird der sakrale Raum zu einem Ort der Reflexion über Leid und Hoffnung in der Gegenwart.





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