FIFA – Trump und der ganz große Frieden

FIFA - Trump und der ganz große Frieden

So geht das also. Die FIFA wird Donald Trump einen Friedenspreis verleihen. Natürlich. Wenn die Nobelpreiskommission nicht dazu fähig ist – vielleicht zu beschäftigt mit Papierkram oder mit der schwierigen Frage, ob Frieden überhaupt noch existiert –, dann eben die FIFA. Gianni Infantino, ja, der Gianni… ein Mann, von dem man sagt, er sei so unbestechlich wie der Papst, was ja bekanntlich ein Maßstab ist, den kein irdisches Wesen je erreichen kann, es sei denn, es heißt eben Gianni. Und wie er sich unermüdlich für die Armen und Benachteiligten einsetzt! Wie Robin Hood! Nein, eigentlich wie Robin Hood UND Mutter Teresa zusammen, nur dass er dabei noch ein weißeres Hemd trägt.

Alois Schöninger

Von Alois Schöninger
Hallein, Salzburg

Nein, nein, ihr versteht das falsch. Es geht ja nicht um Geld, Macht, Eitelkeiten oder irgendwelche lästigen Vorteile, die einem zufliegen, wenn man nur ganz fest behauptet, man hätte sie gar nicht nötig. Es geht um Gerechtigkeit. Reine, strahlende Gerechtigkeit, die so hell leuchtet, dass man fast geblendet ist.

Donald hat ja – gefühlt – viele Kriege verhindert. Hunderte! Zumindest wirkt es so, wenn man den richtigen Leuten zuhört. Er hat dem Drittweltland USA, diesem armen kleinen Staatenbündel, endlich Wohlstand gebracht. Die Meinungsfreiheit erfunden – man fragt sich, wie die Leute davor überhaupt miteinander gesprochen haben. Und die Universitäten hat er auf Linie gebracht, damit dort nun endlich wirklich wichtige Themen gelehrt werden. Keine Ahnung welche, aber ganz sicher sehr wichtig.

Und die Aggressoren der gesamten Welt? Die zittern vor ihm. Oder bewundern ihn. Oder beides gleichzeitig. Für seinen Weitblick. Sein großes Herz. Vor allem sein großes Herz für junge, sexy Mädchen – aber das ist natürlich reine Menschenfreundlichkeit, wie man sie von großen Männern kennt. Und sein höflicher, respektvoller Umgang mit anderen! Sein Hang zur Wahrheit, dieser unbeugsame, kristallklare Hang zur Wahrheit… ein moralisches Rückgrat, das man vermutlich aus Titan gegossen hat.

All das schreit doch förmlich: Er hat diesen Preis verdient. Absolut verdient. Oder denkst du etwa anders?

Was? Er hat Amerikaner ärmer gemacht? Unmöglich! Schau dir Musk, Bezos und Co an – die werden doch immer reicher! Das muss doch bedeuten, dass alle reicher werden. So funktioniert das doch. Reiche Menschen = alle Menschen reich. Ganz einfache Gleichung.

Und diese ganzen Kriege, die angeblich beendet wurden, aber irgendwie doch nicht, oder gar nie stattgefunden haben sollen? Ach bitte. Glaub doch nicht den Mainstream-Medien. Ich habe geheime YouTube-Kanäle gefunden – wirklich geheime, so geheim, dass sie jeder kennt –, und dort wird die Wahrheit gesagt. Ich schicke dir den Link.

Überhaupt, lass uns aufhören zu diskutieren. Du bist sicher so ein linker Antifa-Heini. Eigentlich gehörst du verboten. Donny ist großartig. Der Größte. Und er macht einen very good Job. So, und jetzt: be quiet.

Er verdient den Friedenspreis.

(…und nehmt nicht alles so ernst, was ich hier schreibe..)

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1 Kommentar zu "FIFA – Trump und der ganz große Frieden"

  1. Heinrich Frei Heinrich Frei | 5. Dezember 2025 um 21:09 |

    Die FIFA, der Fussballerverband, will Donald Trump einen Friedenspreis verleihen. Trump hätte den Friedensnobelpreis von Stockholm verdient, nach dem Motto mit Waffen, Drohnen und Bombardierungen Frieden schaffen. Die Rüstungsindustrie floriert auch in Schweden dank alle den schönen Kriegen.

    Fünf Monate nach dem Amtsantritt von Trumps hatten die USA bereits 529 Luftangriffe an 240 Orten im Nahen Osten, in Zentralasien und Afrika durchgeführt. – Viele Zivilisten sind dabei umgekommen. – Diese Zahlen die nur die ersten fünf Monate von Trumps vierjähriger Amtszeit als Präsident berücksichtigt, nähern sich bereits den 555 Angriffen, die die US-Regierung von US-Präsident Joe Biden während seiner ganzen Amtszeit von 2021 bis 2025 gestartet hatte.

    In Somalia wurden unter Trump mindestens 44 Luftangriffe geflogen. Ins Visier genommen wurden lokale IS-Ableger, des islamischen Staates und der Al Shabab- Auch in Somalia sind Zivilisten umgekommen. Die Drohnenangriffe der USA in Afrika laufen über die Bodenstation Ramstein in Deutschland. Die illegalen Tötungen erfolgen seit Jahren mit dem stillen Einverständnis der deutschen Regierung, mit den christlichen Parteien, der Sozialdemokratie.

    Der Kriegsminister von Trump, der USA, Pete Hegseth steht unter Druck, wegen Militärschlägen auf Schiffbrüchige und in der Chat Affäre. Mit dem Angriff auf Boote tritt die USA das Recht mit den Füssen. Doch aussergerichtliche Hinrichtungen der USA gehören seit Jahren zur der «Politik» dieses Landes, wie von anderen Staaten auch. Unter Bush, Obama, Biden.

    2013 veröffentlichte die US-Filmemacherin Madiha Tahir den Film «Die Wunden von Waziristan». Sie dokumentierte den Terror, den die US-Regierung mit ihren Killerdrohnen gegen die Bevölkerung dieser Region im Nordwesten Pakistans tagtäglich ausübt.

    Auch Frankreich, das die Todesstrafe längst abgeschafft hat, lässt Menschen heimlich ermorden, wie der Journalist Vincent Nouzille in seinem Buch „Les tueurs de la République“ (Die Mörder der Republik) dokumentierte. Die Mordoperationen fanden auch unter dem sozialistischen Präsidenten François Hollande statt.

    Der USA, die aussergerichtliche Hinrichtungen durchführt sollte die Schweiz kein Kriegsmaterial mehr liefern und dort auch keine Waffen mehr kaufen. Auch sollten Investitionen in US-Rüstungskonzerne durch Schweizer Banken Versicherungen und Pensionskassen verboten werden.

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