Das Winterfest bringt die neueste Produktion des österreichischen Künstlers Michael Zandl im Toihaus Salzburg zur Aufführung. Das humorvolle Spektakel befasst sich mit unserem Konsumverhalten. Im Laufe der Aufführung wird einfaches Essen zu einem skurrilen, mechanischen Ritual. Ein ganz außergewöhnlicher Theaterabend, der das Publikum bei der Premiere am 17. Dezember 2025 mit grotesken Bildern überrascht und bestens unterhält. Guten Appetit!

In der ersten Reihe wird geraschelt, denn Fidel Rott, ein deutscher Zirkusartist, der sich auf Objektmanipulation spezialisiert hat, öffnet eine Chips-Packung. Er verspeist die Snacks genussvoll und verteilt sie auch im Publikum. Dann betritt er die schneeweiße Bühne und setzt sich auf einen Sessel. Die Kräuter darauf ignoriert er und schon sind sie platt. Er scheint so großen Hunger zu haben, dass er am Kabel eines Mikrofons zu knabbern beginnt. Das gefällt einem Herrn mit barocker Halskrause (Jakob Vöckler) überhaupt nicht. Er ist einem Gemälde entstiegen und möchte viel lieber seinen Apfel bewundern.
Die weiße Wand verbirgt außer barocken Gemälden noch weitere Überraschungen. Rohre erscheinen und Hände greifen gierig nach allem Essbaren. Auch ein Kühlschrank hat so einiges zu bieten. Neben gesundem Obst und Gemüse versteckt sich hier auch eine ganze Kuh und wartet darauf, gemolken zu werden. Ein toter Hase landet schließlich in einer Mikrowelle.

Die Show wird immer verrückter. Zur Entspannung unterhalten die Zwillinge Hedvig und Kain Brodén, von denen bisher nur die Hände zu sehen waren, mit Hand-to-Hand-Akrobatik. Der barocke Herr versucht sich erst als Arcimboldo und schwingt sich dann gekonnt von Rohr zu Rohr. Zwischendurch wird natürlich ständig und viel gegessen. Zu Purcells „Cold Song“ werden eisgekühlte Getränke serviert und …
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