Gastfreundlicher Luxus: Lebensmittel-Verschwendung im Tourismus

Mülltonnen

Bild von efes auf Pixabay

Salzburg präsentiert sich als wohlhabende Kultur- und Tourismusstadt. Volle Hotels, ein gepflegtes Stadtbild und reichlich Kultur. Hinter dieser Fassade jedoch steckt ein massives Problem: In vielen Tourismusbetrieben werden systematisch Lebensmittel verschwendet.

So Wochenkommentar

Von Lukas Oberauer

Alleine ein großes Hotel nahe des Mirabellplatzes produziert laut Mitarbeiter, wöchentlich rund 1,5 Tonnen Biomüll. Darunter Unmengen an frischen einwandfreien Speisen von vollen Buffets nach Ende der Essenszeiten. Ein Beispiel das sinnbildlich für den Tourismus in Salzburg ist. Überfluss wird einkalkuliert, Entsorgung mit bezahlt und die Verantwortung, die wird weggeworfen.

Und was wird politisch unternommen? Weder von Land, der Stadt, noch dem Bund kommen langfristige Maßnahmen, übrig gebliebenes Essen an Bedürftige weiterzugeben. Haftungsfragen und Hygieneargumente werden vorgeschoben, um sich vor der Verantwortung zu drücken. Nicht nur fehlt es aktuell an Lösungen, auch in Zukunft gibt es keine Reduktionsziele. Solange das Bild der luxuriösen Tourismusstadt so aufrechterhalten werden kann, wird die soziale Gerechtigkeit auf sich warten lassen müssen.

Die Schere zwischen Arm und Reich ist besonders in diesem Thema weit geöffnet. Während auf der einen Seite Hotels tonnenweise genießbares Essen aus dem Fenster werfen, sitzen auf der anderen Seite, direkt neben den Hotels, Menschen auf der Straße die nicht wissen, wann sie die nächste warme Mahlzeit essen werden und ob sie sich diese überhaupt leisten können. Es ist eine moralische Bankrotterklärung der Stadt Salzburg, dass es überhaupt eine Person gibt, für die genau das die Lebensrealität ist. Es braucht lediglich politischen Willen sich für eine soziale Anpassung der Hygienevorschriften einzusetzen.

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