Es sind nicht immer die bekannten Namen, die eine Kunstszene prägen. Oft sind es die Künstlerpersönlichkeiten, die über Jahre hinweg still, eigenständig und mit großer Beharrlichkeit arbeiten. Eine solche war Gisela Katzengruber.

Von Karl Traintinger
Die Retrospektive in der Stadtgalerie Lehen erinnert an eine Künstlerin, die in Salzburg lebte und arbeitete und besonders seit den 1990er-Jahren bis in die 2010er hinein Teil jener Szene war, die sich vielfach abseits des großen Betriebs entwickelte. Katzengruber stand nie im Vordergrund, doch sie war präsent – mit Ausdauer, mit Genauigkeit und mit einer künstlerischen Haltung, die auf Kontinuität setzte statt auf Effekt.
Die Ausstellung zeigt nicht nur Arbeiten, sondern versucht auch, das Umfeld sichtbar zu machen, in dem sie entstanden sind. Kurator Stephen Mathewson, ein enger Freund und Wegbegleiter der Künstlerin, erinnert dabei an prägende Orte wie den ehemaligen Off-Space „Alcatraz“ in Hallein. Damit rückt auch ein Stück Salzburger Kunstgeschichte in den Blick, das von Experimentierfreude und persönlichem Engagement lebte.




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