Am Sonntag, den 21. September 2025, erlebte die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und Hl. Michael in Gnigl einen ganz besonderen Festtag: Zum Erntedankfest feierte Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM ein festliches Pontifikalamt, das zugleich die feierliche Weihe der neuen Orgel markierte. Der 1. Traditions- und Trachtenverein Gnigl beging sein 100-jähriges Bestehen.

Von Karl Traintinger
Musik voller Vielfalt
Für die klangvolle Gestaltung des Festgottesdienstes sorgten der Kirchenchor Gnigl, der Chor „Viva La Musica Salzburg“, der Rhythmische Chor der Pfarre Gnigl sowie der Salzburger Dreigesang. Im Anschluss lud die Lamprechtshausener Tanzlmusi im Trainingszelt in der Eichstraße zum gemütlichen musikalischen Ausklang bei Bier, Grillhendln, Kaffee und Kuchen.
Ein Blick in die Orgelgeschichte
Die Orgeltradition in Gnigl reicht weit zurück: 18. Jahrhundert: Eine erste Orgel von Rochus Egedacher. Sie fand später ihren Weg nach Koppl, wo das Gehäuse bis heute erhalten blieb.1862: Johann Nepomuk Mauracher baute eine neue Orgel, von der einige Register bis in die Gegenwart überdauerten. 1960: Fritz Mertel sen. errichtete ein Instrument, dessen ungeschütztes Gebläse jedoch immer wieder Probleme mit der Stimmhaltung verursachte. 2020 musste die alte Orgel aus Sicherheitsgründen stillgelegt und schließlich 2024 abgetragen werden.
Die neue Königin der Klänge
Die jetzt geweihte mechanische Schleifladenorgel stammt von der renommierten Firma Rieger aus Schwarzach (Vorarlberg). Einige Pfeifen – darunter die Flöte 8′ und das Gedeckt 8′ – wurden restauriert und stammen noch aus dem Jahr 1862. Als erstes Instrument im Land Salzburg verfügt diese Orgel über Klaviaturumfänger mit 61/32 Tasten. Die klangliche Intonation übernahm OBM Alois Schwingshandl, der der neuen „Königin der Instrumente“ ihre besondere Farbigkeit verlieh.
Am Nachmittag begeisterte Domorganist Philipp Pelster mit einer eindrucksvollen Orgelvorführung, die die klanglichen Möglichkeiten des Instruments eindrucksvoll erlebbar machte.
Mit diesem Festtag zeigt sich einmal mehr, wie eng in Gnigl Tradition, Handwerkskunst und musikalische Leidenschaft verbunden sind – ein Geschenk für die ganze Gemeinde und ein würdiges Jubiläum für Festlichkeiten.













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