Beim historischen Stadtteilspaziergang am 20. Juni 2026 führte Sabine Veits-Falk, Leiterin des Salzburger Stadtarchivs, durch die Geschichte Gnigls. Start war im Minnesheimpark mit Informationen zur Entstehung des Parks, Schloss Minnesheim und zur Verkehrsentwicklung rund um Minnesheimstraße, Fichtlkurve und Radauerkurve. Dabei wurde Gnigl als wichtiger Verkehrsknotenpunkt eingeordnet.

Von Karl Traintinger
Weitere Stationen waren der Bildungscampus Gnigl, die Schwabenwirtsbrücke mit dem Bau des Rangierbahnhofs, der zum starken Bevölkerungswachstum in Gnigl-Itzling beitrug. Veits-Falk verwies in diesem Zusammenhang auf „Arbeiter aus dem Innviertel und anderen Teilen der Monarchie“.
In der Aglassingerstraße und der Christian-Laserer-Straße standen die Namensgeber Valentin Aglassinger und Christian Laserer im Mittelpunkt sowie die Bedeutung Gnigls für die Sozialdemokratie. Thematisiert wurden auch der Bau der Volksschule 1927/28 nach Plänen von Paul Geppert unter Bürgermeister Laserer. Außerdem wurde über Stolpersteine als Hinweis auf Widerstand und Verfolgung in der NS-Zeit gesprochen.
Weiter führte der Spaziergang über die Schillinghofstraße, vorbei am nicht unumstrittene Glockenturm der neuerrichteten Kirche Maria Schnee zur Linzer Bundesstraße. An der Kreuzung zur Grazer Bundesstraße erinnerte Veits-Falk an den früheren, kleinen Platz mit Linde, Schranne, Pranger und Mauthäuschen.
Letzte Stationen waren der ehemalige Jägerwirt am Standort der heutigen Diakonie und das Versorgungshaus St. Anna, heute eine Außenstelle des Bewohner-Service Gnigl-Schallmoos. Mit dem Zitat vom Gnigler Gemischtwarenhändler Alexander Heidenthaler: „Gnigl, die Perle Salzburgs hörte (1935 – Eingemeindung) zu existieren auf“ wurde die informative Führung beendet.
Zum Abschluss bedankte sich Gemeinderat Sebastian Lankes bei Sabine Veits-Falk mit einem Straß Blumen. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurde eine Fortsetzung in Aussicht gestellt.

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