In Salzburgs Altstadt gleicht jeder im Untergrund lokalisierte Stein einer heiligen Reliquie. Bloß nicht verrücken – könnte ja ein römischer Gruß darunter liegen! Da hat es natürlich ein Baum schwer. Besonders, wenn seine Wurzeln ausgerechnet auf einen historischen Stein treffen, der bleiben muss, wo er liegt. Ein Fall für die Aschebewahrer, jene Wächter des Immergleichen.
Doch siehe da – es tut sich was! Fünf tonnenschwere Metallköpfe von Jaume Plensa thronen neuerdings auf dem Residenzplatz. Testlauf für mobile Begrünung? Wenn Kunst darf, warum nicht auch ein Schatten spendender Baum? Offenbar gilt: je schwerer, desto genehmigungsfähiger. Und während manche noch über Wurzeln streiten, wird andernorts schon über eine Überdachung des Domplatzes nachgedacht – für den Jedermann, versteht sich.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: In Salzburg zählt nicht, was man macht – sondern wie viel es wiegt und ob es Kunst ist.
Siehe auch:
Trakl, Trinkwasser und ein Streit um Wurzeln (2025) >
Stadt-Dampf-Sprudler (2022) >
Stadt Salzburg: Das Altstadtdach (2004) >

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