Die Buchpräsentation von Thomas Neuhold am 19. Mai 2026 in der Panoramabar war gut besucht. Der Autor erzählte aus seinem neuen Buch über Orte der Erinnerung im Inn- und Hausruckviertel und zeigte dazu Bilder, die er projizierte.

Von Karl Traintinger
Im Mittelpunkt standen Orte in der Region, die mit der Zeit des Nationalsozialismus verbunden sind, darunter Weyer, Schalchen, das KZ-Außenlager in Vöcklabruck, Hartheim in Alkoven, das Haus Schoberstein am Attersee sowie Gunskirchen-Edt als sogenanntes Endzeitlager. Auch die Todeskolonne am Bahnhof Attnang-Puchheim, an die heute ein Denkmal erinnert, wurde angesprochen.
Neuhold versuchte an diesem Abend immer wieder, Brücken in die Jetztzeit zu bauen. Er sprach über verdrängte Themen wie den Mythos der Arbeit beim Autobahnbau, ohne die Zwangsarbeiter zu erwähnen, über sogenannte „fremdvölkische Kinderheime“, verschleppte Frauen und Kinder, Zwangsabtreibungen und verhungerte Kinder, etwa in Schloss Etzelsdorf.
Das handliche Buch porträtiert rund 30 Orte klar und prägnant. Ein beiliegender Faltplan erleichtert die Orientierung und macht sichtbar, wie viele Erinnerungsorte es in unserer Region gibt.
Der Abend machte deutlich, wie wichtig es ist, auch die dunklen Kapitel der regionalen Geschichte nicht aus dem Blick zu verlieren.

Autorin: Thomas Neuhold
Titel: Innviertel und Hausruckviertel: Orte der Erinnerung. hingehen, begreifen, niemals vergessen
Genre: Geschichte
ISBN: 978-3-7025-1197-5
Verlag: Anton Pustet
Erschienen: 27. 4. 2026
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Klappentext:
Eine Landkarte der Erinnerung Nach dem Salzkammergut widmet sich Thomas Neuhold nun den tiefen Spuren, welche die Geschichte im Innviertel und dem Hausruckviertel hinterlassen hat. Neben bekannten Gedenkstätten wie jener des selig gesprochenen Franz Jägerstätter treten auch viele bislang kaum beachtete Orte und Persönlichkeiten ins Licht: zwischen St. Radegund und Alkoven, zwischen Passau und dem Attersee. Anhand von Schauplätzen, Ereignissen und Menschen zeichnet der Autor den Weg in die austrofaschistische Diktatur, weiter durch den Nationalsozialismus bis zur Befreiung 1945 – und macht zugleich sichtbar, welche Kontinuitäten die Nachkriegszeit prägten. Das handliche Buch porträtiert die Orte klar und prägnant, der beiliegende Faltplan erleichtert die Orientierung und eröffnet eine ambivalente Erinnerungslandschaft. Unter anderem finden sich: – „fremdvölkische Kinderheime“ in der NS-Zeit – das KZ-Außenlager in Vöcklabruck – die Tötungsanstalt Hartheim in Alkoven – die T4-Außenstelle „Villa Schoberstein“ in Weißenbach am Attersee – das „vergessene“ KZ in Gunskirchen-Edt – Arisierung“ und Zwangsarbeit in Ranshofen * Handbuch mit Faltplan * Mit rund 30 Orten im Inn- und Hausruckviertel, an die wir uns aus unterschiedlichen Gründen erinnern sollten * Kurze Texte zur Zeitgeschichte: Austrofaschismus, Nationalsozialismus und Nachkriegszeit
Siehe auch:
Thomas Neuhold: Salzkammergut – Orte der Erinnerung >
Wandern wider das Vergessen >

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