Die behördlichen Handyhacker

Handyhacker

Natürlich nur zu unserem Besten

Seit 1. April 2012 darf in Österreich also auch amtlich ins Handy hineingeschaut werden. Das geschieht selbstverständlich nicht aus Neugier, sondern nur zu unserem Schutz. Wenn der Staat mithört, dann meint er es gut. So gut, dass man sich fast bedanken möchte.

Überhaupt passt das wunderbar zur österreichischen Verwaltungskultur: Was man einmal hat, gibt man nicht mehr her. Früher hob man Schnüre, Schrauben und leere Gläser auf, heute eben Daten. Man weiß ja nie, wozu sie noch gut sind.

Beruhigend ist auch, dass der technische Aufwand anfangs überschaubar bleibt. Kein digitaler Großangriff, eher Baumarkt statt Geheimdienst. Das spart Kosten und passt zum Land: Überwachung mit Hausverstand.

So kommt der Handyhacker im Staatsdienst nicht als Hightech-Agent, sondern eher als Amtsheimwerker daher. Er schraubt ein wenig an unserer Privatsphäre herum – natürlich nur zu unserem Besten.


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