
Autor: Helmut Scharner
Titel: Mostviertler Bauern
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-8392-0893-9
Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
Erschienen: 05.07.2025
Klappentext:
Die Mostviertler Alm feiert Jubiläum! Eigentlich ein Grund zum Feiern, doch als Elisabeth Wagner als Funktionärin des Bauernbundes eine Festrede hält, bricht der Zorn der Landwirte über sie herein. Der anwesende Landeshauptmann springt Elisabeth zur Seite, aber als tags darauf ihre Leiche medienwirksam in einer Kuhtränke entdeckt wird, sieht er rot.
Major Brandner und Inspektorin Lindner kämpfen auf dem Land nicht nur mit wortkargen Zeugen, sondern vor allem mit Druck von oberster Stelle. Als ein weiteres Verbrechen öffentlich ausgeschlachtet wird, beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.

Rezension von Anna Lemberger
Die Feier zum 50-Jahr-Jubiläum der Mostviertler Alm sollte ein besonderer Tag für die regionale Bauernkammersekretärin Elisabeth Wagner werden. Doch bereits während ihrer Festrede muss sie feststellen, dass sie innerhalb der Bauernschaft nicht viele Freunde hat. Kurz darauf wird sie von der Bergläuferin und Influencerin Tina Eder tot in einer Kuhtränke aufgefunden …
Das Ermittlerduo Major Leo Brandner und Inspektorin Annika Lindner hat es bei seinen Nachforschungen schwer: Die Bauern halten zusammen und geben ungern Interna preis. Außerdem macht die allerhöchste Prominenz des Landes Druck – denn sie hat größtes Interesse, den Täter oder die Täterin rasch dingfest zu machen.
Wer außen steht, hat es schwer, in die Mitte zu rücken … Das müssen Leo und Annika bei ihrer Suche nach dem Mörder bald erkennen. Die Mostviertler Bauern halten eisern zusammen und sind nicht bereit, einen von ihnen „auszuliefern“. Es gibt zwar viele Verdächtige, aber kaum Beweise – und erst recht keinen Hinweis auf die Tatwaffe, obwohl rund um den Tatort großflächig gesucht wird.
Zusätzliche Schwierigkeiten bereitet auch Influencerin Tina Eder: Auf der Jagd nach Followern wirft sie Ethik und Moral über Bord. Zudem erschwert die Nähe des „Landeshäuptlings“ zum Mordopfer die Ermittlungen erheblich.
Der Autor weiß genau, wovon er schreibt – er kennt das Mostviertel und seine Bauern sehr gut. So gelingt ihm ein fiktiver, aber im Hintergrund sehr authentischer und kurzweiliger Kriminalroman, der tiefe Einblicke in die realen Sorgen und Nöte der regionalen Landwirtschaft gewährt.
Das Cover stimmt den Leser gut auf den Handlungsort ein, die kurz gehaltene Einleitung führt prägnant in die Geschichte ein, die sich spannend und facettenreich entwickelt. Die zahlreichen Verdächtigen scheiden nach und nach aus – bis sich am Ende eine unerwartete, spektakuläre Wendung ergibt.
Ein flüssig geschriebener, gut lesbarer Regionalkrimi, der den Leser in die Handlung zieht – und den Regen vor dem Fenster schnell vergessen lässt.

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