Wenn Landesbeamte zum Lohnkampf blasen, ist Pfeiferlzeit am Chiemseehof. Da wird marschiert und gefordert, was das Dienstrecht hergibt.
Leider fällt das diesjährige Pfeifen besonders schrill aus – denn ausgerechnet Spitzenbeamtin Monika Ratgeber hat in den letzten zehn Jahren still und leise rund 340 Millionen Euro beiseitegeschafft. Ob das Geld vielleicht für die Gehaltserhöhungen der letzten Dekade gedacht war? Tja, das bleibt offen. Die Landesregierung reagiert großzügig – mit einer Einmalzahlung im homöopathischen Millionenbereich.
Viel spannender ist aber: Hat wirklich niemand gemerkt, dass die Millionen weg sind? Wenn ja, dann bitte, wie sollen uns diese Politiker vertreten? Und wenn doch – oje, dann wird’s erst richtig schwierig, nicht zu explodieren. Wer da nicht an nasse Fetzen denkt, ist vermutlich einfach zu gut erzogen.
Dazwischen wird in Salzburg weiter zubetoniert, dafür gibt’s Architekturpreise. Die Krampusse lassen sich inzwischen tragen, am Gaisberg droht wieder Maut. Und der Bürger? Der bleibt zahlend, wartend – und meistens erstaunlich geduldig. Bis zur nächsten Wahl.







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Bin ich froh, dass es in der SPÖ keine Rüchtritte gibt, wozu denn auch. Vor einigen Tagen habe ich gelesen, dass das Finanzloch gar nicht so groß sei, es würde schon genügen, wenn jeder Salzburger nur 650 € an die Landesfinanzverwaltung zahlt. Das könnten wir doch für unser Land tun, oder nicht.
Die SPÖ hat sich doch in Krisen schon so oft bewährt, wenn ich nur an das Osterfestspielfinanzdebakel oder die Abfertigungsquerelen um den Landestheater SMSer denke. Der Vize Brenner hat alles bravourös gemeistert, man hört fast nichts mehr darüber.
Wann ist ist Österreich das letzte Mal ein Politiker zurückgetreten, der auf der schiefen Bahn ausgerutscht ist? Ich kann mich an keinen erinnern, bei uns gibt es offensichtlich nur Saubermänner/ -frauen. Und das mit der Bestechlichkeit ist sicher auch nicht wahr, gell?
Am Salzburger Finanzloch ist am interessantesten, dass niemanden die 340 mio gefehlt haben. Gut die Politiker kennen sich nicht aus (?????), aber dass der Bundes- und Landesrechnungshof auch nichts bemerkt haben sollen, ist schon dubios. Ist man dem Land 10 € schuldig, kommt postwendend die Mahnung, fehlen 340 mio, kräht kein Schwein danach. Irgendwo werde ich das Gefühl nicht los, dass uns unsere Gottobersten ganz schön verscheißern!