Der spanische Stier wirkt müde. So müde, dass man ihn gleich in die Arena der Finanzhaie trägt. Dort spannt man vorsichtshalber den EU-Geldsegenschirm auf und hofft, dass er diesmal dicht hält. Die Aufspannautomatik allerdings hakt noch, ist nicht ganz ausgereift – und patentiert schon gar nicht. Aber man wird ja wohl noch hoffen dürfen.



Währenddessen hat man in Salzburg ein ganz eigenes Verständnis von Ordnung entwickelt. Eine türkischstämmige Selbsthilfetruppe hat die tagsüber bettelnden Roma in ihrem Nachtquartier eher rustikal zum Verlassen der Stadt aufgefordert. Und das Erschreckende ist nicht der Vorgang selbst, sondern das kollektive Schulterzucken danach. Irgendwie scheint es vielen recht zu sein. Geschichte? War da was? Gewalt bleibt Gewalt, auch wenn sie gut gemeint daherkommt. Und das Bettelverbot – so unerquicklich es manchen erscheint – ist mehr als fragwürdig. Betteln ist kein Verbrechen, sondern ein Menschenrecht. Auch in Salzburg.
Und während all das passiert, trommelt das Seenland weiter eifrig für Touristen. Aktivitäten, Events, Genuss. Unser Seekirchner Meisterkoch und Teufelstrommler hat das natürlich im Blick. Irgendwer muss ja den Takt halten, während ringsum die Welt ein wenig aus dem Rhythmus gerät.

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