Salzburgs Finanzen – Astrid Rössler’s 80er auf der Autobahn – Ärztemangel in Österreich
Salzburgs Finanzlage erfordert drastische Maßnahmen
Zuerst einmal möchte man der Sache künstlerisch begegnen und pflanzt (wie aus gewöhnlich sicherer Quelle vermutet wird) in Anlehnung an das Projekt vom Salzburgmuseum (365 Sonnenblumen für Salzburg – Wilhelm Scheruebl in der Neuen Residenz) im Innenhof der Chiemseehofes vorsichtshalber Kakteen.
Ein grüner, selten blühender Ohrwaschlkaktus pro Kalendertag soll kommen. Bei diesen Pflanzen kann die Stadt durchaus Wasser zum Gießen einsparen, da sie in erster Linie in extrem trockenen Regionen gedeihen. Die Salzburger Regierungsmitglieder könnten dann – ganz wie Cowboys – durch die Prärie schreiten, ähnlich wie John Wayne.
Rösslers Achziger

Die Probezeit für die 80-km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Westautobahn ist sang- und klanglos zu Ende gegangen. Und jetzt wird hin und her gerechnet, ob das Ganze überhaupt Sinn gemacht hat.
Die einen hoffen, dass sich die Luftqualität durch diese Maßnahme messbar verbessert hat, die anderen freuen sich, endlich wieder Gas geben zu dürfen – und mit sagenhaften 100 km/h an der Stadt vorbeizubrausen, sofern es nicht gerade staut.
Wie beneidenswert sind doch jene Menschen, für die diese 20 km/h Unterschied das Ziel lang gehegter Träume sind.
Sollte es tatsächlich messbare Schadstoffeinsparungen geben, dürfte es kein Problem sein, den 80er dauerhaft einzuführen. Wenn nicht – dann sind auch die 100 km/h kein Problem.
Ärztemangel
Gott sei Dank können wir Österreicher es uns leisten, für andere Länder an unseren Universitäten kostenlos Ärzte auszubilden. Unsere gelebte Toleranz gegenüber Fremdsprachen, die bereits im altösterreichischen Vielvölkerstaat eine wichtige Rolle spielte, ermöglicht es uns auch heute, gelassen damit umzugehen, dass viele unserer heimischen Ärztinnen und Ärzte künftig nicht mehr Deutsch als Muttersprache haben werden.
Wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen, dass behandelnde Medizinerinnen und Mediziner beispielsweise Rumänisch oder Griechisch als Erstsprachen mitbringen. In ihren Herkunftsländern ist die Situation oft noch schwieriger als bei uns, daher kommen sie gerne nach Österreich – trotz bescheidener Arbeitsbedingungen: viele Arbeitsstunden, wenig Lohn.

Viele unserer Jungärztinnen und Jungärzte wandern ins besser zahlende Ausland ab, der Großteil der ausländischen Studierenden kehrt nach dem Studium wieder in die Heimat zurück. Und wenn es dann noch junge Mediziner gibt, die über ein zukünftiges Leben als Hausärztin oder Hausarzt nachdenken, werden ihnen die Turnusjahre elendiglich lang gemacht.
Sie müssen immer wieder sogenannte Parkmonate auf Fächern absolvieren, die für ihre Ausbildung zum Allgemeinmediziner gar nicht relevant sind. Viele entscheiden sich deshalb lieber, als Assistenzärztinnen oder -ärzte in einem Krankenhaus zu bleiben und spezialisieren sich dort.
Hausärztinnen und Hausärzte sind mittlerweile Mangelware. Die Politik neigt die Köpfe und versucht nachzudenken, wie man das Problem des drohenden Ärztemangels lösen könnte – in einer Zeit, in der die Dreiklassenmedizin längst Realität ist: allgemeine Klasse, Sonderklasse oder man kennt jemanden. Die Wartezeiten für notwendige Operationen können sich je nach Klasse um Jahre unterscheiden, hört man.

Sie schätzen unsere Cartoons oder den Spaziergänger? Das freut uns sehr!
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft). Auf diese Weise ist es möglich, unabhängig zu bleiben.
Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.
Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >
Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE
Views: 18

Alles ist gut. Beim Augenarzt habe ich einen Kontrolltrmin in einem Jahr bekommen, beim Praktischen Arzt musste ich unlängst 2 Stunden warten. Gott zum Dank bin ich meistens gesund.