Salzburg im Ausnahmezustand

Cartoon by Honzi

Salzburg steht still. Kaum sind die Festspiele eröffnet, versinkt die Innenstadt im befürchteten Niemandsland. Die neue Innenstadtsperre zeigt Wirkung: Straßen und Gassen sind menschenleer, niemand verirrt sich in den Festspielbezirk. Genau so, wie es Stadtpolitiker und einschlägige Medien seit Monaten vorhergesagt haben. Gähnende Leere in der Griesgasse – ein historischer Moment, der dringend dokumentiert gehört.

Gerade noch rechtzeitig wurde das Bettelverbot aufgehoben. So können sich die verarmten Geschäftsleute der Innenstadt zumindest notdürftig über Wasser halten. Spendenkonten sind bereits in Vorbereitung, die Bankverbindungen werden veröffentlicht, sobald jemand weiß, bei welcher Bank sie eröffnet werden sollen.

Aus Sicherheitsgründen wurde inzwischen auch Immenhofs Affentor in den Innenhof des Rupertinums übersiedelt. Die Diebstahlgefahr durch Altmetallsammler sei zu groß gewesen, heißt es aus gewöhnlich gut informierten Kreisen aus Schloss Hellbrunn.

Fast schon lächerlich wirkt daneben das Problem der schrumpfenden Ärzteschaft in Österreich. Landärzte existieren praktisch nur noch im Fernsehen – dort sind die Gagen einfach besser. An den Universitäten wiederum studieren aus Prestigegründen lieber EU-Studenten als Einheimische, wird gemunkelt. Vielleicht winkt dafür ja irgendwann eine Förderung aus Brüssel, eine Art Kopfgeld für vorbildliche Studentenintegrationspolitik, denkt der zuständige Minister laut nach.

Und wenn ohnehin fast nur mehr ausländische Studierende ausgebildet werden, fällt es den heimischen Studierenden später auch leichter, Auslandskontakte zu knüpfen. Als Ausgleich für den akuten Ärztemangel soll in Kindergärten künftig die „Gesunde Jause mit Möhre“ eingeführt werden. Die Politik hofft, so den medizinischen Bedarf des Fußvolks nachhaltig senken zu können.


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