Das 1998 gegründete Künstlerkollektiv gold extra arbeitet stets an den Schnittstellen von Spielen, digitaler Kunst, Theater, Film und bildender Kunst. Am 25. Februar 2026 präsentierten Sonja Prlić und Reinhold Bidner im gold extra Atelier in der Paris-Lodron-Straße eine Augmented-Reality-Installation im Schneekugelformat.

„Idyll“ befasst sich mit Schnee und dem Klimawandel aus einer sehr persönlichen Perspektive. Menschen aus Österreich, Italien, Finnland, Thailand, Venezuela, den USA und Mexiko wurden um kurze Statements und Videobotschaften zu folgenden Fragen gebeten: Was bedeutet Schnee für mich? Wann habe ich ihn zum ersten oder letzten Mal erlebt und welche Emotionen löst er in mir aus?
Von der Decke des Studios baumeln neun mit Wasser gefüllte Schneekugeln und Ansichtskarten, die Auskunft über das jeweilige Land geben. Mit dem Smartphone oder den bereitliegenden iPads kann man diese Installationen anvisieren und damit einen Animationsfilm starten. Eigentlich wären nur 40 Sekunden geplant gewesen, doch da die Mitwirkenden so viel zu erzählen hatten, wurden schließlich zwei Minuten daraus. Stefan aus Südtirol etwa berichtet von den einst gewaltigen Gletschern, die nun schmelzen und leider immer kleiner werden. Haydee aus Mexiko erlebte ihren ersten Schnee bei einem Ausflug ins Santa-Claus-Village. So erzählt jede Schneekugel ihre ganz eigene, oft sehr emotionale Geschichte, die Reinhold Bidner, der aus dem Animationsbereich kommt, liebevoll bearbeitet hat.

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