Hier in Zürich haben wir seit Tagen Tropennächte. Draussen ist es nachts weit über 20 Grad warm und in der Wohnung 29 Grad. Werden bald Palmen am Zürichsee wachsen, wie am Lago Maggiore im Tessin?

Von Heinrich Frei, Zürich, Schweiz
Milliarden werden in die Rüstung gepumpt
Es wird zu wenig gegen den Klimawandel unternommen, besonders in den USA unter Donald Trump. Hingegen werden Milliarden in die Rüstungsindustrie investiert, auch in Atomwaffen, die nie eingesetzt werden dürfen. Ein Atomkrieg könnte die ganze Menschheit auslöschen. In den vergangenen fünf Jahren, von 2021 bis 2025, gaben die Atomwaffenstaaten laut der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) 471 Milliarden Dollar für ihre nukleare Bewaffnung aus. („Premeditated: Nuclear Weapons Spending in 2025“)
Im Jahr 2025 gaben die neun nuklear bewaffneten Staaten 16,8 Milliarden US-Dollar mehr für ihre Atomwaffen aus als im Vorjahr, was einem Anstieg von 19 Prozent entspricht. Insgesamt waren das 119 Milliarden US-Dollar oder 3’768 Dollar pro Sekunde.
Wie viele Wohnungen könnte man mit 119 Milliarden US-Dollar mit Solarpanels ausrüsten? Laut den Berechnungen von ICAN wären es 6’093’435 Wohnungen.
Vorsorgegelder Zürichs werden in der Atomwaffenindustrie angelegt
Die Pensionskasse der Stadt Zürich verwaltet die Vorsorgegelder der städtischen Angestellten, also Gelder der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Dieser Institution sind Lohnabhängige von weiteren 165 Betrieben angeschlossen, darunter zahlreiche Baugenossenschaften, Vereine und weitere Organisationen. Im Jahr 2024 verwaltete diese Pensionskasse 22,2 Milliarden Franken (24,1 Milliarden Euro).
Ein Teil dieses Geldes wird durch sogenannte Unternehmensanleihen Global (ex CHF) unter anderem in folgende Finanzinstitutionen investiert: BlackRock, London; Morgan Stanley, New York; und PIMCO, London. Das Geld dieser Institutionen wird zum Teil in internationale Rüstungskonzerne angelegt. Laut ICAN, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, gehören BlackRock und Morgan Stanley zu den zehn grössten Investoren in der Atomwaffenindustrie.
Die UBS Switzerland investierte laut „Don’t Bank the Bomb“ 6,578 Milliarden US-Dollar in die Atomwaffenindustrie.
Dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten, statt Milliarden für Atombomben
Investitionen in die Rüstungsindustrie und die Atomwaffenproduktion sind nicht vereinbar mit einer friedlichen und neutralen Schweiz. Die Schweiz müsste wie Österreich dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten. 94 Staaten haben diesen Vertrag bis Ende 2024 unterzeichnet. Wir Schweizerinnen und Schweizer dürften es nicht zulassen, dass Milliarden in Firmen angelegt werden, die atomare Massenvernichtungswaffen produzieren. Atomwaffen beschützen uns nicht, sondern haben uns schon immer bedroht.
Schweiz: Klar verboten – Investitionen in verbotene Waffen, auch in Atomwaffen
Laut dem Kriegsmaterialgesetz der Schweiz ist die „direkte und indirekte Finanzierung“ von verbotenem Kriegsmaterial klar untersagt. Verbotene Waffen sind in der Schweiz chemische und biologische Waffen, Atombomben, Streubomben und Antipersonenminen.
Bis heute werden von der Schweizer Regierung, vom Bundesrat, Investitionen von Institutionen akzeptiert, die direkt oder indirekt die Produktion von Atomwaffen finanzieren. Auch die Juristen des Bundesgerichts in Lausanne intervenieren nicht, trotz der klaren Bestimmungen des Kriegsmaterialgesetzes, die Investitionen in die Produktion von Kernwaffen verbieten würden.

Freunde helfen der Dorfzeitung
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.
Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.
Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >
Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kommentar hinterlassen zu "In Solarpanels investieren statt in Atomwaffen"