Tradition und Technik in der Wallfahrtskirche Maria Dürrnberg
Als Theologe, Historiker und Turmuhrmacher fasziniert es mich immer wieder, wie sich Tradition und Technik an unerwarteten Orten begegnen – wie etwa in der Wallfahrtskirche Maria Dürrnberg. Hier sind über die Jahrhunderte hinweg bemerkenswerte, einfallsreiche Lösungen für das Sammeln von Spenden entstanden.

Bereits im 17. Jahrhundert versuchte man hier, Opferstockdiebstähle mit einem „Satl von Plöch“ zu verhindern – eine blecherne Schutzvorrichtung, die das „Ausfischen“ der Münzen erschweren sollte. Der barocke Opferstock von 1664, versehen mit dem fürstlichen Wappen, ist bis heute ein schönes Beispiel für funktionale Gestaltung im sakralen Raum.
Auch das 20. Jahrhundert brachte kreative Ideen hervor: Beim Einwurf einer Münze bedankt sich eine geschnitzte Figur bei der Kirchenkrippe mit einem Kopfnicken – ein liebevoller Hinweis auf die klassischen „Nickneger“.



Der 1664 von Franz Pernegger geschaffene Opferstock in der Wallfahrtskirche mit dem Baldachin – bei der Dürrnberger Kirchenkrippe nickt der geschnitzte Sammler beim Einwerfen von Münzen in seinen Hut – Pfarrgemeinderatsobmann Stefan Bräunlinger am innovativen Dürrnberger Opferstock am Schriftenstand. (Fotos: © Michael Neureiter)
Im 21. Jahrhundert war Maria Dürrnberg schließlich Vorreiter im Hinblick auf Digitalisierung: Ein Online-Opferstock ermöglicht bargeldlose Spenden direkt in der Kirche – eine Innovation, die inzwischen auch in Stadtpfarren Nachahmung findet.
Ich frage mich: Steht uns bald ein „digitaler Klingelbeutel“ bevor? Möglich wäre es. Und auf jeden Fall spannend.

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