Jenseits der Oberfläche

Jenseits der Oberfläche

Blurred Fotokollektiv zeigt fotografische Arbeiten in der Stadtgalerie Rathaus

Fotografie bewegt sich oft zwischen klassischer Abbildung und bildender Kunst. Die Grenzen sind fließend. Genau diesen Übergang zeigt die Ausstellung „Beyond the Surface“, die bis 9. Oktober 2026 in der Stadtgalerie Rathaus zu sehen ist.

Von Karl Traintinger
Salzburg

Das Blurred Fotokollektiv versammelt fotografische Positionen, die den Blick hinter das unmittelbar Sichtbare richten. Die Arbeiten erzählen von Spuren des Alltäglichen, von Erinnerungen und Übergängen. Manche Bilder wirken zunächst vertraut, andere lösen sich in Unschärfe und abstrakten Formen auf. Sie laden dazu ein, genauer hinzusehen – und sich Zeit für eigene Gedanken und Gefühle zu nehmen.

Der Name des Kollektivs ist dabei Programm: „Blurred“ steht für etwas Verschwommenes, Unklares und Diffuses. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler gehen spielerisch mit ihrem Medium um, probieren aus und suchen nach neuen Bildsprachen.

Alexandra Neubacher zeigt mit „Fensterplatz – Perspektive in Bewegung“ einen Blick, der nicht stillsteht. Rudolf Gmeinbauer führt in seiner Serie „Geister von Mondsee“ in eine geheimnisvolle Welt zwischen Landschaft, Möven und Erinnerung. Bei Walter Tichy wird der Weg zum Haus der Mutter auch zu einer persönlichen Reise durch vertraute und vergangene Bilder. Sigrid Riepl setzt sich in „Music.Light.Exposure.“ fotografisch mit Mozarts KV 388 auseinander. Licht, Bewegung und Belichtung werden dabei zu einer Art visueller Musik. Michaela Fellner untersucht in „Stadtgrenze: Eine Recherche“ die Übergänge zwischen Stadt und Landschaft.

„Beyond the Surface“ zeigt Fotografie als offene, neugierige Annäherung an die Wirklichkeit. Nicht alles ist sofort erkennbar – und gerade darin liegt der Reiz dieser Ausstellung.

Siehe auch:
blurred FOTOKOLLEKTIV >

Blurred Fotokollektiv – „Beyond the Surface“
12. August bis 9. Oktober 2026
Stadtgalerie Rathaus

Dorfzeitung.com

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1 Kommentar zu "Jenseits der Oberfläche"

  1. Zäcilia Dottergelb Zäzilia Dottergelb | 6. September 2026 um 09:03 |

    Ich kann mit der sogenannten künstlerischen Fotografie ehrlich gesagt wenig anfangen. Mich nervt es einfach, wenn ich erst einen Begleittext lesen muss, um überhaupt zu verstehen, worum es auf dem Bild eigentlich geht. Ein starkes Foto sollte für sich selbst sprechen.

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