Jörg Piesker: Heinis Versprechen

Jörg Piesker

Jörg Piesker | Foto: Privat

Jörg Piesker: Heinis Versprechen

Autor: Jörg Piesker
Titel: Heinis Versprechen – Eine Weihnachtsgeschichte
Genre: Belletristik
ISBN: 9798273641167
Verlag: Obsidia Verlag
Erschienen: 01.12.2025

Klappentext:

Auch wenn das Herz sich wehrt, findet das Leben seinen Weg zurück.

In Klippendorf, dem kleinen Fischerdorf an der Ostsee, glaubt Heini Krummsen, dass endlich Ruhe eingekehrt ist. Bis ein frierender Streuner und ein neugieriger Junge alles durcheinanderbringen. Mihai, das Pflegekind von Heini und seiner Frau Greta, der Dorfpfarrerin, findet den verletzten Hund in der alten Bootswerft am Hafen, einem Ort, der wie Heini selbst schon bessere Tage gesehen hat. Doch als Mihai den Hund aufnehmen will, entfesselt er nicht nur Heinis Zorn, sondern eine Kette von Ereignissen, die das ganze Dorf bewegen.
Als Mihai und der Hund in einer eisigen Winternacht verschwinden, bricht für Heini eine Welt zusammen. Auf seiner Suche begegnet er Schnee, Sturm und Stille und schließlich auch sich selbst. In der Kirche, die er lange gemieden hat, macht Heini ein Versprechen, das alles verändern kann.

Zwischen der rauschenden Ostsee, funkelnden Lichtern und dem Klang der Weihnachtsglocken erzählt ›Heinis Versprechen von Mut, Liebe und der Kraft, noch einmal neu zu beginnen. Ein Roman, der wärmt wie ein Feuer im Winter und daran erinnert, dass Wunder manchmal ganz leise geschehen.

Anna Lemberger

Rezension von Anna Lemberger

Der 6-jährige Mihai findet in einer aufgelassenen Werft in Klippendorf einen verwahrlosten Hund. Der kleine rumänische Waisenjunge hat am eigenen Körper erlebt, was es heißt, niemanden zu haben – bis er von den Pflegeeltern Heini und Greta aufgenommen wurde. Deshalb ist für ihn von Anfang an klar, dass er den Hund zu sich nehmen will. Mihai’s Pflegevater – ein äußerlich mürrischer Fischer mit weichem Kern – stimmt nur zögerlich zu.

Als der kleine Hund jedoch aus Angst zubeißt, ist für Heini klar, dass der Streuner ins Tierheim muss. Da hat er aber die Rechnung ohne den kleinen Pflegesohn gemacht, der lieber mit dem Hund in die Kälte aufbricht, als ohne seinen neuen Freund zu leben.

Dramatische Stunden vergehen, in denen ganz Klippendorf im tiefen Schnee und bei eisiger Kälte nach Mihai und dem kleinen Streuner sucht – und das kurz vor dem Heiligen Abend. In seiner Not gibt der kauzige Fischer Heini ein Versprechen ab …

Im Mittelpunkt des Geschehens hat der Autor die kleine „Patchworkfamilie“ gestellt: Heini, den griesgrämigen Fischer mit herzlicher Seele, Greta, die evangelische Pastorin, die in allem nur das Gute sieht – und den kleinen Waisenjungen Mihai, der mit Boje, dem Streunerhund, ein neues Familienmitglied aufstöbert.

Kurz vor Weihnachten unterbricht der kleine Junge mit seiner fatalen Entscheidung die festliche Stimmung in Klippendorf und setzt das ganze Dorf in Alarmbereitschaft. Außerdem spaltet neben der Suche nach den beiden Verschwundenen auch noch ein Immobilienhai mit seiner Geldgier die Bewohner des kleinen Fischerdorfs.

Eine tiefgründige und berührende Weihnachtsgeschichte, die den Zusammenhalt einer Dorfgemeinschaft zum Inhalt hat. Piesker zeigt in seiner Erzählung, wie schnell kleine und größere Querelen beiseitegelegt werden, wenn ein gemeinsames Ziel angestrebt wird. Aber auch die wertvolle Freundschaft zwischen Mensch und Hund findet Platz in diesem feinsinnigen Roman.

Ein farbenprächtiges, weihnachtliches Cover lädt Leserinnen zu diesem Buch ein, in das der Autor mit einer Erklärung zum Inhalt gut hineinführt. Wortgewaltig wechselt Piesker zwischen rührigem Wohlbefinden und teilnehmender Sorge um die Protagonisten, um den Leserinnen am Ende des Buches ihr persönliches Weihnachten in den Kopf zu zaubern.

Auch wenn es sich bei diesem Roman um eine Fortsetzungsgeschichte handelt, ist diese Abhandlung so weit in sich geschlossen, dass sie gut als Einzelbuch gelesen werden kann.

Ein großartiges Buch für Lesende, die noch in Weihnachtsstimmung kommen wollen.


Dorfgockel

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