Klaudia Blasl: Noch mehr böse Blumen

Klaudia Blasl

Klaudia Blasl | Foto: Privat

Autorin: Klaudia Blasl
Titel: Noch mehr böse Blumen – Fühnzehn giftige Pflanzenkrimis
ISBN: 978-3-7408-1110-5
Verlag: Emons Verlag GmbH
Erschienen: 22.04.2021

Dr. Wolfgang Pirkl

Von Wolfgang Pirkl

Klappentext:

Herrlich humorvoll und rabenschwarz neue botanische Kurzkrimis für Gartenfreunde, GiftmischerInnen und Beziehungsgeschädigte.

Der Tod lauert immer und überall – vor allem in Gemüsebeeten, Gewürzregalen, Tiefkühlfächern und Blumenvasen. Mit Eisenhut und Sauerklee, Lerchensporn oder Muskatnuss wird selbst Gesundheitskost zum letzten Abendmahl.

Und wenn hinterhältige Menschen mit bösen Absichten, fiesen Kräutern und botanischem Fingerspitzengefühl ausgestattet sind, tragen die Gärten Trauer!

Rezension von Anni Lemberger

Anni Lemberger

Der Giftmord ist so alt, wie die Menschheitsgeschichte! Aber Mord muss nicht immer todernst sein, wie die Autorin mit ihren Kurzgeschichten beweist.

Die späte Rache eines Internatzöglings und zeit- und ortsgleich die späte Reue des Täters führen zum selben Ziel: Am Ende liegen sie beide friedlich nebeneinander tot am Boden des Nonnenklosters. Der eine, weil er Rache an seinem Vergewaltiger üben wollte und der andere, weil er aus Reue an dieser Tat sein Leben beenden wollte – und jeder trug ein Fläschchen bestes Gift in der Tasche. Der einstige Schüler gibt in einem günstigen Aufgenblick Gift in die Tasse seines einstigen „Mentors“ und tauscht dann diese aus – und holt sich damit die Tasse seines einstigen Penigers, der seinen Tee bereits, zum Zwecke eines Suizides, mit ausreichend Essenzen böser Pflanzen versehen hatte.

Während sie in großen Schlucken friedlich nebeneinander ihren Tee leeren, lässt die Wirkung nicht lange auf sich warten. Für die ermittelnden Beamten ist schnell klar, dass es sich nur um einen gemeinschaftlichen Selbstmord handeln kann, hat doch jeder ein Fläschen beste tötliche Pflanzenessenz in der Tasche…

„Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selber oder seine Nahestehenden – hinein“. Das fällt mir zusammenfassend zu diesen fünfzehn bitterbösen hochgiftigen, mit schwarzem Humor gespikten Kurzkrimis ein.

Zsätzlich informiert die Autorin über viele böse Pflanzen, die uns tagtäglich auf unseren Spazierwegen begleiten und uns mit der Schönheit ihres Aussehens „verzaubern“, wie zum Bespiel die Herbstzeitlose.

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