Die meisten Jugendlichen verbringen mehrere Stunden am Tag in den Sozialen Medien und das auf Kosten ihrer psychischen Gesundheit. Eine strikte Altersgrenze mit genauen Kontrollen wie in Australien ist daher auch in Europa nötig.

Von ist Klara Grössenberger
Immer mehr Jugendliche leiden an Depressionen, Angststörungen und Schlaflosigkeit. Schuld an der steigenden Zahl der psychischen Erkrankungen sind die Sozialen Medien. Durch das Internet stehen Minderjährige im ständigen Vergleich mit Anderen. Die Kurzlebigkeit dieser Plattformen schadet der Aufmerksamkeitsspanne der Jungen. Viele haben mit Konzentrationsprobleme und einer verminderten Leistungsfähigkeit zu kämpfen. Außerdem kommen Jugendliche auf Social Media immer häufiger in Kontakt mit gewalttätigen Inhalten oder werden Betroffene von Mobbing und Missbrauch.
Wie kann man Minderjährige nun aber vor diesen Schattenseiten des Internets schützen? Tatsächlich gibt es für Social-Media Apps wie TikTok, Instagram oder Snapchat, eine Altersbeschränkung. In Österreich darf man diese Apps erst ab 14 Jahren nutzen. Eine Studie des Instituts für empirische Sozialforschung zeigt jedoch, dass bereits 72% der österreichischen 6-Jährigen Erstkontakt zu digitalen Medien hatten. Das ist möglich, weil es zwar in der Theorie eine Altersbeschränkung gibt, überprüft wird diese aber nicht wirklich.
Um Jugendliche vor den negativen Faktoren des Internets zu bewahren, sollten strengere Maßnahmen eingeführt und diese auch stärker kontrolliert werden. Ein gutes Vorbild dafür ist Australien. Seit dem 10.Dezember 2025 darf man in Australien Instagram und TikTok erst ab 16 Jahren nutzen. Die Kontrolle findet über eine Gesichtserkennung statt.
Während die österreichischen Jugendlichen weiterhin an den psychischen Folgen ihrer Social Media Nutzung leiden, diskutiert die EU über ähnliche strengere Maßnahmen. Lösungsansätze sind aber noch lange nicht in Sicht.

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