Ein Vorfall im Salzburger Hotel Cool Mama sorgte letzten Monat für Aufsehen: eine Dame wurde aufgrund ihres Kopftuches nicht ins Restaurant gelassen. Was im ersten Moment nach Dresscode klingen mag, ist eigentlich Rassismus.

Von Emilia Tilzer
Eine muslimische Frau plante, ihren Geburtstag im Restaurant des Cool Mama zu feiern. Als ihr Ehemann bei der telefonischen Reservierung jedoch erwähnte, dass sie einen Hidschab trägt, wurde die Anfrage abgelehnt. Denn: jegliche Art von Kopfbedeckung ist im Lokal verboten. Dies soll zum gewünschten Ambiente beitragen, heißt es auf der Webseite des Lokals.
Die Betroffene veröffentlichte auf diese Information hin eine kritische Bewertung auf Google. Das Hotel Mama reagierte wütend statt reumütig: Der Frau wird mit einer Klage gedroht. Sie wendet sich an die Gleichbehandlungsanwaltschaft und das Restaurant gerät in die Kritik der Öffentlichkeit. Auch Tarik Mete von der SPÖ äußerst sich: Ein Dresscode wie dieser passe nicht zu einer offenen Stadt wie Salzburg.
Das Cool Mama bleibt standhaft: die Vorgaben seien unabhängig von Herkunft oder religiöser Zugehörigkeit. “Unabhängig”: genau hier liegt der Fehler in der Argumentation. Denn Hut und Kappe sind in der Bedeutung natürlich nicht vergleichbar mit religiösen Symbolen. Es handelt sich hierbei nicht um eine stilistische Entscheidung. Religion ist kein Accessoire, das man am Eingang abnimmt — sie ist ein Teil der Identität und ein Grundrecht.
Wochenkommentar auf Youtube ansehen >

Freunde helfen der Dorfzeitung
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.
Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.
Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >
Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Eine Dame wurde aufgrund ihres Kopftuches nicht ins Restaurant im Salzburger Hotel Cool Mama gelassen. Das ist nicht gerade cool…
Der Journalist Frank A. Meyer äusserte sich, wie auch schon, in seiner Kolumne im SonntagsBlick der Schweiz negativ über die Kopftücher die islamischen Frauen freiwillig oder gezwungen tragen.
Am Freitag wurde in Zürich das Ende der muslimischen Fastenzeit gefeiert. Im Trolleybus sah ich zwei junge, Frauen, mit ausserordentlich schönen Kleidern und mit einem farbigen Kopftuch, sprühend vor Lebensfreude. So hübsch gekleidete fröhliche Frauen sieht man im Trolley an der Langstrasse in Zürich sonst nie. Die beiden Frauen waren auch sehr charmant geschminkt.
Auch die Tochter meines somalischen Bekannten, eine Informatikerin, trägt ein schönes Kopftuch. Warum nicht?
Schöne farbige Kopftücher, wie sie zum Beispiel Somalierinnen tragen, gefallen mir besser als Blue Jeans mit Löchern damit man das Knie der Dame sieht. Auch Frauen mit Ringen an der Nase oder an der Lippe gefallen mir nicht.
Obwohl: Meine Bekannte die aus Somaliland kommt, sagte mir sie empfehle jungen Frauen das Tuch wegzulegen, wenn sie einen Job haben wollten.