Krieg, Profit und Schweigen

Friede

Schriftbild „Friede” © Agustin Castilla – Ávila

Für die Rüstungswirtschaft sind Kriege ein Bombengeschäft

Es überrascht nicht, dass Deutschland und Italien die Sanktionen gegen Israel bremsen. Beide Länder gehören laut dem Stockholm International Peace Research Institute nach den USA zu den größten Lieferanten von Kriegsmaterial an Israel.

Heinrich Frei

Von Heinrich Frei, Zürich, Schweiz

Ohne diese militärische Unterstützung durch internationale Rüstungskonzerne – mit Bomben, Granaten und Munition – hätte Israel in Gaza, Syrien, im Libanon, Iran und im Jemen nicht so viele Menschen töten können. Für die internationale Rüstungswirtschaft sind Kriege – wo immer sie stattfinden – sprichwörtlich ein Bombengeschäft.

„Für einige ist Völkermord profitabel“, sagte Francesca Albanese, UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtssituation in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten. „In den letzten 21 Monaten, während Israels Völkermord das Leben und die Landschaften der Palästinenser verwüstet hat, stieg die Börse in Tel Aviv um 213 Prozent (USD) und erzielte Marktgewinne in Höhe von 225,7 Milliarden US-Dollar – davon 67,8 Milliarden US-Dollar allein im vergangenen Monat“, so Albanese.

Die italienische Völkerrechtlerin Francesca Albanese veröffentlichte mit ihrem Team im Juni einen Bericht über die Kollaboration internationaler Konzerne mit dem Netanjahu-Regime. 👉 UN-Bericht A/HRC/55/73 (PDF)

Siehe auch in der Neuen Rheinischen Zeitung: „Wie den Völkermördern das Handwerk legen? Netanjahus Komplizen“ von Hermann Ploppa

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