Fotografie als Inspiration und Spiegel der Wirklichkeit
Zwei spannende künstlerische Positionen treten in dieser Ausstellung miteinander in Dialog – beide setzen sich auf ihre eigene Weise intensiv mit der Fotografie auseinander. Während die einen Bilder als Ausgangspunkt für Malerei dienen, fangen die anderen Momente der Realität direkt mit der Kamera ein. Gemeinsam machen sie sichtbar, wie vielfältig das Medium Fotografie inspiriert, reflektiert und irritiert.

Von Karl Traintinger
Der Salzburger Künstler Florian Koneczny nutzt historische Schwarz-Weiß-Fotografien seiner Heimatstadt als Grundlage für seine Gemälde. Ihn fasziniert weniger das Motiv als das Gefühl dahinter. Wie war die Stimmung in diesem Moment? Was erzählen uns diese Zeitdokumente jenseits des Sichtbaren? Mit Pinsel und Farbe verdichtet Koneczny diese Eindrücke, interpretiert die Vergangenheit malerisch und lässt sie in neuer Intensität wiedererstehen.
Laura Krok geht den umgekehrten Weg: Sie hält mit der Kamera fest, was im Alltag oft übersehen wird. Ihre Fotoserie zeigt Kioske, Bars und kleine Geschäfte in Randlagen – Schauplätze, die mit viel Liebe zum Detail inszeniert sind und dennoch eine Kluft zwischen Ideal und Realität offenbaren. Ihre Bilder sind stille Beobachtungen voller Spannung.
Ob als Vorlage für malerische Auseinandersetzung oder als unmittelbares Ausdrucksmittel – diese Ausstellung zeigt: Fotografie kann viel mehr als dokumentieren. Sie ist ein Ausgangspunkt für künstlerisches Denken und Sehen.








Laura Krok ist eine vielseitige Künstlerin, Designerin und Strategin aus Salzburg. Sie studierte und arbeitete in Linz, Mailand, Berlin, Zürich und Wien. Ihre Projekte verbinden visuelle Kunst, Medienproduktion und gesellschaftlich relevante Themen. Als Creative Strategist entwickelt sie interdisziplinäre Formate an der Schnittstelle von Raum, Design und Utopie.
Florian Koneczny ist ein österreichischer Künstler und Designer mit Wurzeln in der Bildhauerei und im Produktdesign. Er studierte Industrial Design an der Kunstuniversität Linz und verbindet in seinen Arbeiten Malerei, Objektkunst und gesellschaftliche Fragestellungen. Koneczny verarbeitet gefundenes Material zu Werkserien mit starkem erzählerischem und experimentellem Charakter.

Stadtgalerie Mozartplatz
5024 Salzburg, Mozartplatz 5
Stadtgeschichten – bis 12. 9. 2025

Freunde helfen der Dorfzeitung
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.
Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.
Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >
Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE
Views: 30

Kommentar hinterlassen zu "Laura Krok / Florian Koneczny – Stadtgeschichten"