Literatur findet Land 2026

Literatur findet Land

Alle Fotos: © TAURISKA

Literatur, die das Dorf bewegt

Vom 11. bis 13. Juni wurde Neukirchen am Großvenediger erneut zu einem Ort, an dem Literatur gemeinsam erlebt werden konnte. Das 8. Literatur findet Land Festival zeigte eindrucksvoll, wie selbstverständlich Gegenwartsliteratur auch im ländlichen Raum ihren Platz findet – offen, zugänglich und in besonderer Atmosphäre.

Eröffnet wurde das Festival im TAURISKA Kammerlanderstall. Susanna Vötter Dankl begrüßte zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Andreas Schweinberger, Vertreterinnen der Urlaubs-Arena Wildkogel, die Autorinnen des Festivals sowie Schülerinnen und Lehrer*innen des BORG Mittersill. Florian Gantner, künstlerischer Leiter und gebürtiger Neukirchner, präsentierte ein vielseitiges Programm. Musikalisch begleitet wurden einzelne Lesungen von SarahBernhardt, deren Musik und Dialekttexte dem Festival eine besondere Note verliehen.

Bereits am Eröffnungsabend zeigte sich die Stärke des Festivals: die Verbindung von Literatur, Ort und Begegnung. O. P. Zier las aus Berichte eines Landeis, Schüler*innen des BORG Mittersill präsentierten Texte aus einem Workshop mit Martin Peichl und Florian Gantner. Die jungen Stimmen waren dabei mehr als nur ein Zusatz im Programm.

An den folgenden Tagen spannte sich ein weiter Bogen durch verschiedene literarische Formen und ungewöhnliche Schauplätze. Markus Köhle begeisterte mit Ganz schön frech die Volksschule Neukirchen. Marlene Gölz las aus Himmelfahrt im Bergrestaurant Wildkogel auf rund 2.000 Metern Seehöhe – ein eindrucksvolles Zusammentreffen von Literatur und Landschaft.

Auch die wetterbedingte Verlegung einer Lesung vom Gastgarten in den Keller des Pferdestalls tat der Stimmung keinen Abbruch. Lisa Viktoria Niederberger überzeugte dort mit ihrem Roman Lahea, vorgestellt von Katharina Braschel. Weitere Höhepunkte setzten Anna Rottensteiner mit Mutterbande und Anna Felnhofer mit Prosopon.

Am Samstag sorgte Austrofred im Gastgarten des Hotels Unterbrunn für Begeisterung. Anschließend führten Katharina Johanna Ferner und Marianne Jungmaier den Abend literarisch weiter. Den stimmigen Schlusspunkt des Festivals setzte schließlich Wolfgang Hermann, vorgestellt von Alexander Peer, mit einer Lesung aus Herr Faustini und die Glatze der Welt.

Gerade die selbstverständliche Einbettung der Literatur in den Ort machte den Reiz dieses Festivals aus. Gelesen wurde im Stall, im Keller, im Gastgarten und am Berg. So wirkte Literatur hier nicht fern, sondern nah und lebendig. Auch in seiner achten Ausgabe zeigte Literatur findet Land, wie fruchtbar die Begegnung von Dorf, Publikum und Gegenwartsliteratur sein kann.

Dorfzeitung.com

Freunde helfen der Dorfzeitung

Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.

Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.

Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >

Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kommentar hinterlassen zu "Literatur findet Land 2026"

Hinterlasse einen Kommentar