Zwischen Rollenbild und Selbstentwurf
Was bedeutet es heute, als Mädchen* wahrgenommen zu werden – oder sich bewusst außerhalb solcher Zuschreibungen zu positionieren? Die Ausstellung Mädchen sein!? – Vom Tafelbild zu Social Media* im Lentos Linz nähert sich dieser Frage aus kunsthistorischer wie gesellschaftlicher Perspektive und spannt einen weiten Bogen von traditionellen Darstellungen bis hin zu aktuellen Selbstinszenierungen im digitalen Raum.

Von Karl Traintinger
Ausgehend von historischen Bildnissen, in denen Mädchen häufig als Projektionsflächen moralischer oder familiärer Erwartungen erscheinen, führt der Rundgang durch neun thematische Kapitel bis in die Gegenwart. Hier treten Fragen nach Identität, Selbstoptimierung, Geschlechterrollen und medialen Einflüssen zunehmend in den Vordergrund. Zeitgenössische Positionen zeigen junge Frauen und queere Identitäten als selbstbestimmte Akteurinnen, die sich aktiv mit gesellschaftlichen Normen auseinandersetzen und diese hinterfragen.
Mit über 150 Exponaten internationaler Künstlerinnen und Künstler gelingt es der Ausstellung, Kontinuitäten und Brüche in der Darstellung weiblicher Jugend sichtbar zu machen. Der Blick zurück eröffnet dabei neue Perspektiven auf gegenwärtige Debatten rund um Diversität, Körperbilder und soziale Erwartungshaltungen.
Die klar strukturierte Präsentation lädt dazu ein, sich intensiver mit den ausgestellten Arbeiten zu beschäftigen – das begleitende Saalheft bietet dabei hilfreiche Orientierung.
Ein Besuch lohnt sich, nicht zuletzt, um die eigenen Vorstellungen von Identität und Rollenbildern kritisch zu hinterfragen.






Künstler:innen
Iris Andraschek, Markus Åkesson, Özlem Altin, Iris Christine Aue, Laila Bachtiar, Alfredo Barsuglia, Margret Bilger, Hans Böhler, Dietmar Brehm, Anna Breit, Eugenie Breithut-Munk, Maria Bussmann, Heinrich Campendonk, Emil Czech, Canan Dagdelen, Stephan Dakon, Albin Egger-Lienz, Josef Engelhart, Claire Fontaine, Lucian Freud, Gertrud Frey, Dwora Fried, Hans Fronius, Georgios Georgolios, Lucy Glendinning, Dorothee Golz, Nilbar Güreş, Marlene Haring, Anna Elisabeth Hausswolff , Julie Hayward, Nina Hollein, Bu Hua, Wolfgang Hutter, Isolde Jurina, Bernhard Keilhau, Demeter Koko, Jaroslav Král, Iris Legendre, Maximiliano León, Mike Mac Keldey, Matthias May, Jürgen Messensee, Paula Modersohn-Becker, Fernando Moleres, Kolo Moser, Muntean/Rosenblum, Rinke Nijburg, Felix Nussbaum, Monika Oechsler, Lorraine O’Grady, Margit Palme, Sergius Pauser, Karin Maria Pfeifer, Vanessa Jane Phaff , Pablo Picasso, Rory Pilgrim, Charmaine Poh, Teresa Präauer, Bernhard Prinz, Odilon Redon, Johann Baptist Reiter, Rosa Rendl, Anton Romako, Elisabeth von Samsonow, Isa Schieche, Egon Schiele, Martin Johann Schmidt, Rosa Schweninger, Jakob Seisenegger, Clara Siewert, Wu Shaoxiang, Anna Skladmann, Edith Stauber, Ceija Stojka, Annelies Štrba, Jutta Strohmaier, Sophia Süßmilch, Magda Tothova, Veronika Veit, Borjana Ventzislavova, Maja Vukoje, Bertha Wuilleumier, Amelie von Wulffen

Freunde helfen der Dorfzeitung
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.
Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.
Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >
Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kommentar hinterlassen zu "Mädchen*bilder im Wandel"