Leïla Ka, derzeit eine der erfolgreichsten Choreografinnen Frankreichs, gastiert mit ihrem ersten großen Gruppenstück bei der Sommerszene. Die für den renommierten „Rose International Dance Prize“ nominierte Produktion fasziniert mit beeindruckender Präzision und einer kraftvollen Tanzsprache. Standing Ovations am 16. Juni 2026 in der restlos ausverkauften SZENE Salzburg.

Pulsierender Rhythmus empfängt das Publikum. Fünf Frauen in langen Kleidern mit Blumenmustern stehen ruhig nebeneinander. Dann wird es still, sie heben langsam die Hände und streichen sich sanft über die Wangen. Sie wirken erschöpft und verzweifelt und brechen schließlich zusammen. Die Schärfe ihres Ein- und Ausatmens bildet die einzige Klangkulisse.
Wenn sie die Kleider wechseln und in silbrig glänzenden, wallenden Mänteln erscheinen, wird ihr Tanz kraftvoller. Nun strahlen sie Selbstbewusstsein aus. Sie schlagen mit Tüchern auf den Boden ein und benehmen sich fast wie bei einem Kampfsport. Natürlich wird dazu auch lautstark gestöhnt.
Das Quintett (Justine Agador, Adèle Bonduelle, Océane Crouzier, Lise Messina, Flore Ruiz) kann aber auch anders. In der nächsten Szene schmettert es lippensynchron Lara Fabians französisches Chanson „Je suis malade“.

Inhippieartigem Zwiebellook ist dann Spaß angesagt. Jetzt wird gelacht, gefeiert, aber auch viel gestritten. Dazu gibt es die jeweils passende Barockmusik. Zwischendurch stülpen sich die Tänzerinnen ein Shirt über den Kopf und werden so zu schweigenden Burka-Frauen. Zum Finale kehren sie wieder zum Beginn zurück, nehmen eine fast statuenhafte Haltung ein und begnügen sich mit einfachen Bewegungen.

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