
Autor: Manfred Baumann (Hrsg.)
Titel: Mord und Mozartkugel – Salzburgkrimis
Genre: Bellestristik, regionale Cosy Crime Sammlung zur CRIMINALE Salzburg
ISBN: 978-3-8392-8062-1
Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
Erschienen: 2. Auflage 11. 3. 2026
Klappentext:
Die Festspielstadt Salzburg fasziniert: Wolfgang Amadeus Mozart, barocke Herrlichkeit, Weltkulturerbe – Millionen Gäste aus aller Welt lassen sich jedes Jahr begeistern. Doch hat dieses glanzvolle Ambiente auch dunkle Seiten? Findet man Mysteriöses oder kommt gar Unerlaubtes ans Licht, wenn man nur gründlich sucht? 20 namhafte Autorinnen und Autoren des SYNDIKATS haben sich aufgemacht, um im Vorfeld des Festivals CRIMINALE Abgründiges zu erforschen. Das Ergebnis sind 20 kriminell spannende Geschichten aus Stadt und Land Salzburg.
Mit Beiträgen von: Mina Albich, Sandra Åslund, Volker Backert, Manfred Baumann, Wolfgang Bortlik, Christine Brand, Nadine Buranaseda, Herbert Dutzler, Katharina Eigner, Beate Ferchländer, Heike und Peter Gerdes, Andreas Gruber, Andreas Izquierdo, Lutz Kreutzer, Niemann & Goerz, Robert Preis, Jutta Profijt, Claudia Rossbacher, Gudrun Wieser und Bastian Zach.

Rezension von Anna Lemberger
Ob es um die Bloßstellung geldgieriger Erben geht, um die Wiederbelebung Lungauer Sagengestalten oder gar um die „beinahe“ erste Bergputzerin der Salzburger Stadtberge: In einer Vielzahl krimineller Kurzgeschichten erzählen verschiedene Autor*innen von unterhaltsamen, spannenden, schwarzhumorigen bis bizarren Ereignissen rund um das Böse im Salzburger Land.
Anstatt einer klassischen Einleitung hat der Herausgeber und bekannte Salzburger Krimiautor Manfred Baumann ein Vorwort verfasst. Mit diesem stimmt er hervorragend auf die folgenden 20 mörderischen Kurzgeschichten aus der Feder bekannter deutschsprachiger Krimiautorinnen ein. Die Erzählerinnen lassen ihre Protagonistinnen und Protagonisten mit viel Fantasie und bösartiger Kreativität in Stadt und Land Salzburg ihre Untaten begehen. Dabei geben sie einem bissigen und pechschwarzen Humor viel Raum. Auch ein Rückblick in finstere Zeiten – geprägt von Hexenwahn, Zauberwahn und der damals praktizierten peinlichen Befragung – findet in dieser Sammlung seinen Platz. Und nicht immer sorgt das Karma für ausgleichende Gerechtigkeit, dafür aber umso mehr für einen entspannten Leseabend.
Es ist eine rundum gelungene, satirisch gut aufbereitete Sammlung heiterer bis nachdenklich machender Kurzgeschichten von namhaften Krimiautorinnen und -autoren. Die Erzählungen sind tief mit der Historie Salzburgs verwurzelt. Sowohl Liebhaber von Mozarts Heimat als auch Freunde regionaler Kriminalromane und packender Kurzkrimis kommen an diesem Buch nicht vorbei, das schon mit seinem atmosphärischen Salzburg-Foto auf der Titelseite zum Lesen einlädt.

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