Nils Strunk und Lukas Schrenk bringen Stefan Zweigs 1932 erschienene Biografie über die Habsburger Prinzessin, die schon in jungen Jahren mit dem späteren König Ludwig XVI. verheiratet wurde, als musikalisches Schauspiel im Schauspielhaus Salzburg zur Uraufführung.

Ein wahrlich pompöser Theaterabend mit einer brillanten, zauberhaften Elisabeth Kanettis in der Titelrolle und fünf Schauspieler*innen, die in 83 verschiedenen Rollen enorme Wandlungsfähigkeit beweisen. Ein grandioses, dreistündiges Theatererlebnis, das bei der Premiere am 25. April stürmisch gefeiert wurde.
Ein Saaldiener bewacht in einem Museum kostbare Gemälde und liest dabei Zweigs Roman über das tragische Schicksal von Marie Antoinette, der jüngsten Tochter von Maria Theresia. Die Bezeichnung „mittlerer Charakter“ gibt ihm zu denken, und so wendet er sich ans Publikum. Wie würden wir uns einschätzen, nur mittelmäßig oder doch eher außergewöhnlich? Ein amüsanter Auftakt, der sofort die Stimmung hebt.
Dann erfahren wir, dass Marie Antoinette bereits mit elf Jahren aus diplomatischen Gründen Louis-Auguste versprochen wurde. Jetzt muss die strenge Mutter die Erziehung ihrer Tochter ankurbeln. Leider zeigt diese wenig Interesse. Drei Jahre später ist es dann so weit, einer Hochzeit steht nichts mehr im Wege.



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