Liniengeflechte zwischen Flüchtigkeit und Form
In der Salzburger L.art Galerie entfaltet Maureen Kägi (1984, Neuseeland) ihre einnehmende Bildsprache zu einem faszinierenden Dialog zwischen Malerei und Bewegung. Die Trägerin des Swiss Art Award 2025 schafft Werke, die den Blick hypnotisieren: Acrylstifte und Ölfarben weben flirrende Liniennetze, die zwischen organischer Wucherung und strenger Geometrie oszillieren. Es sind Momentaufnahmen einer künstlerischen Handschrift, die das Flüchtige einfängt und doch in präziser Komposition verankert.

Von Karl Traintinger
Kägi, die in Wien und Zürich lebt, entwickelt ihre Arbeiten aus einem interdisziplinären Ansatz heraus. Dabei lässt sie sich von ihrem Hintergrund im zeitgenössischen Tanz sowie von ihrer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Resonanzräumen inspirieren. Ihre Werke hinterfragen unsere Wahrnehmungsmuster und spielen mit optischen Illusionen, die die Betrachter:innen in einen Zustand zwischen Fokussierung und Entgrenzung versetzen. In manchen Bildern wird deutlich, wie wichtig ihr die Natur ist, denn sie beschäftigt sich auch mit der Imkerei.
International ist die Künstlerin längst etabliert: Ausstellungen im Belvedere 21, Haus Konstruktiv Zürich und Kunstmuseum Winterthur zeugen von der Strahlkraft ihres Schaffens. Ihre Arbeiten finden sich in bedeutenden Sammlungen wie der Chartwell Collection Auckland oder der Kunstsammlung der Schweizerischen Nationalbank.
Die aktuelle Schau in Salzburg ist eine Einladung von Kägi, in vibrierende Bildwelten einzutauchen, die stets zwischen Kontrolle und Zufall, Statik und Dynamik balancieren.






Maureen Kägi. Die in Neuseeland geborene Künstlerin (1984, New Plymouth) lebt und arbeitet zwischen Wien und Zürich. Nach ihrem Studium an der Zürcher Hochschule der Künste und der Universität für angewandte Kunst Wien entwickelte sie eine einzigartige künstlerische Sprache, die Malerei, Performance und raumgreifende Installationen verbindet.
International bekannt wurde sie durch Ausstellungen im Belvedere 21, Haus Konstruktiv Zürich und Kunstmuseum Winterthur. 2025 mit dem Swiss Art Award ausgezeichnet, erforscht sie in ihren vibrierenden Liniengeflechten Themen wie Wahrnehmung, Beschleunigung und das Wechselspiel von Zufall und Kontrolle. Ihre Werke sind in bedeutenden Sammlungen weltweit vertreten.

Salzburg, Linzergasse
Maureen Kägi – noch bis 27.09.2025

Freunde helfen der Dorfzeitung
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.
Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.
Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >
Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kommentar hinterlassen zu "Maureen Kägi: Poesie in Bewegung"