Der französische Reifenkonzern, der eigentlich dafür da ist, Autos sanft über den Asphalt rollen zu lassen, verteilt bekanntlich auch Sterne an Restaurants. Eine charmante Tradition – zumindest dort, wo man nicht dafür zahlen muss, dass der Reifengigant überhaupt vorbeischaut.
In Ländern wie Frankreich, Deutschland oder der Schweiz klappt das ganz ohne Steuergeld. In Österreich schaut es anders aus: Wir zahlen fürs Dabeisein. Und Salzburg zahlt besonders gern.
Der Tourismus nennt das „Investition“, der Steuerzahler weiß nichts darüber und die betuchten Gäste bemerken es gar nicht – sie sitzen längst im Sternelokal und bestellen Wein, dessen Preis wir anderen im Stillen in Monatsmieten umrechnen.
Gefördert wird damit eine Gastronomie, die viele von uns nur aus Fotos kennen. Sterne helfen auch nicht gegen das Sterben mancher Gourmettempel, aber der Glaube an den glänzenden Effekt ist unerschütterlich.
Doch Hauptsache, der Reifenkonzern kommt, nickt wohlwollend und Salzburg kann freundlich zurück lächeln. Wer’s sich leisten kann, soll’s genießen. Wer’s bezahlt, sind wir alle.

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Wenn Essen zum Statussymbol wird und Kaffee zur Luxusware, hat die Gastronomie ihr Maß verloren. Gourmettempel für Gratisesser und Kaffeepreise jenseits jeder Vernunft braucht niemand – wohl aber gute Gasthäuser mit ehrlicher Küche.