Militärausgaben übertreffen die Welternährungshilfe deutlich

Militärausgaben übertreffen die Welternährungshilfe deutlich

Foto: Heinrich Frei

223-mal mehr für das Militär als für das Welternährungsprogramm

Der Journalist Hubert Wetzel vom Tages-Anzeiger in Zürich ist der Meinung, Donald Trump mache jetzt doch noch das Richtige: Er nehme Selenskyj ernst. («Krieg in der Ukraine: Trump macht doch noch das Richtige» von Hubert Wetzel, Tages-Anzeiger, 30. Juli 2026)

Heinrich Frei

Von Heinrich Frei, Zürich, Schweiz

Eine richtige Hilfe wäre es, wenn Trump, Putin, Selenskyj, die USA, Europa und alle UNO-Staaten alles daransetzen würden, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Dieser Krieg hat schon Hunderttausenden Menschen das Leben gekostet und Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Gebiete, die grösser als die Schweiz sind, sind durch Minen, nicht explodierte Granaten und Bomben verseucht und durch Uranmunition radioaktiv vergiftet. Diese Gebiete sind landwirtschaftlich heute nicht mehr nutzbar – ebenso wie viele Gebiete heute noch in Vietnam, Laos, Kambodscha, in Afrika und auf dem Balkan.

Die Gewinner bei den Kriegen in der Ukraine, im Gazastreifen, im Libanon, im Iran und bei den vielen anderen militärischen Konflikten waren bisher nur die Aktionäre der Rüstungsindustrie.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) würde 2026 rund 13 Milliarden US-Dollar benötigen, um 110 Millionen besonders gefährdete Menschen zu unterstützen. Bis zum 20. Juli 2026 wurden jedoch erst 3,656 Milliarden US-Dollar an Beiträgen erfasst. Weltweit hungerten im Jahr 2025 ca. 645 Millionen Menschen, was etwa 7,8 Prozent der Weltbevölkerung entspricht.

Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts haben die Länder im vergangenen Jahr insgesamt rund 2 900 Milliarden US-Dollar für militärische Zwecke ausgegeben. Das sind 223-mal mehr, als das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) für das Jahr 2026 benötigen würde.

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