„Mondsüchtig“ – der Mond als Partylocation

„Mondsüchtig“ – der Mond als Partylocation

Im Probenzentrum Aigen lädt das Salzburger Landestheater Kinder ab 10 Jahren zu einer aufregenden musikalischen Mondreise ein. Sissi und ihr kleiner Bruder Max treffen auf den Mann im Mond und feiern mit Lady Luna eine heiße Party. Das mitreißende Musical-Abenteuer begeisterte bei der Premiere am 14. Mai 2026 nicht nur das junge Publikum.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Bei Vollmond klettert der kleine Max auf einen Mondstrahl und balanciert Richtung Mond. Seine Schwester Sissi schnappt sich die Hauskatze Becky und folgt ihm. Da der Weg doch ziemlich weit ist, exakt 384.400 km, nehmen die drei gerne die Dienste des Space Taxis in Anspruch: „Fly me to the moon!“

Die Katze dürfte schon öfters hier gewesen sein. Sie kennt den geheimnisvollen Mann im Mond gut, denn bei Vollmond zieht sie gerne mit ihm um die Häuser. Der etwas melancholische junge Mann begrüßt die Gäste überaus höflich, Sissi bekommt sogar einen Handkuss. Dann beschwert er sich über den schrecklichen Lärm, den Lady Luna mit ihrem intergalaktischen Festival macht. Das wollen sich die drei aber nicht entgehen lassen. Mit einem kleinen Trick erschwindeln sie sich den Eintritt und schon geht die heiße Party richtig los. Sie sind so begeistert, dass sie am liebsten hier bleiben möchten: „I think I am going to like it here!“

Vom vielen Tanzen wird man natürlich hungrig. Wie gut, dass es auch auf dem Mond Pizza gibt. Es folgt eine ausführliche Mondbesichtigung und so lernen wir auch die munteren Mondbewohner kennen, die rund um die Mondlagune tanzen. Der hübsche junge Mann im Mond ist einem Flirt mit Sissi nicht abgeneigt und so versucht er sie mit „a special song for a special guest“ zu beeindrucken. Nur ungern kehren die drei Gäste wieder auf die Erde zurück. Vielleicht gibt es ja beim nächsten Vollmond ein Wiedersehen.

Sissi (Carla Kottulinsky), der vorlaute Max (Emil Knam) und die Katze Becky (Melanie Maderegger) fühlen sich ausgesprochen wohl auf dem Mond. Auch der anfangs ziemlich introvertierte Mann im Mond (Daniel Fussek), der sich gerne in seine Mondhöhle zum Meditieren zurückzieht, findet Gefallen an den Gästen.

Die Moonmover, galaktische Mondbewohner, sorgen in ihren phantasievollen, skurrilen Kostümen mit schwungvollen Tänzen für Partystimmung. Der Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor singt und tanzt und macht bei dem schrillen Festival mit Begeisterung mit. Gastgeberin Lady Luna (Alea Hagedorn) hat schon neue Pläne, der Jupiter ist ihr nächstes Ziel. Schrille Kostüme (Dorian Wimmer) und glänzendes Lametta sorgen auf der Bühne des Probenzentrums für galaktische Mondstimmung. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Wolfgang Götz.

Die szenische Einrichtung des schwungvollen, bunten Mondmusicals stammt von Carl Philip von Maldeghem. Die vielen bekannten, mondsüchtigen Melodien machen diesen Theaterabend zu einem poetischen Mond-Abenteuer. „Dancing in the Moonlight“ erweist sich als großes Vergnügen.

Dorfgockel

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