„Die Zrmanja ist einer der charakteristischsten Karstflüsse Kroatiens – smaragdgrün, klar, wild und zugleich still. Sie entspringt im südlichen Velebit-Gebirge, fließt durch Schluchten und Karstplateaus und mündet bei Novigrad ins Novigradsko more, eine fjordartige Adria-Bucht.“ (Quelle: Wikipedia)

Von Rochus Gratzfeld
Sarród & Salzburg
Die Zrmanja ist ein Ort der Übergänge – zwischen Meer und Gebirge, Wildheit und Stille, Mythos und Realität.
Nur 70 km, die wir von der Quelle bis zur Mündung besucht und genossen, wo wir geschwitzt, geflucht, gestritten haben. Vor Anstrengung, vor Überwältigung. Wo wir einfach nur gerastet und unsere Gedanken haben schweifen lassen. Wo wir bei Obrovac entlanggewandert sind. Entlang ist das richtige Wort, denn der erst promenadenartige Weg wurde schnell zu einem Pfad, die Felsen immer steiler, Geröll und Gesteinsabgänge und dennoch überall Leben. Wo wir Brücken bestaunt und fast schwindelnd von Brücken herabgesehen haben.
(Die nachfolgenden Ausführungen sind teilweise durch KI unterstützt.)
Zu den beeindruckenden Brücken
Maslenica Brücken (über das Novsko ždrilo – Mündung der Zrmanja)
Streng genommen überspannen sie nicht den Fluss selbst, sondern den Meereskanal, in den die Zrmanja mündet. Trotzdem werden sie oft als „Brücken über die Zrmanja“ bezeichnet, weil sie den gesamten Verkehrsraum der Region prägen.
a) Alter Maslenički most (rot, Stahlbogen)
Bau: 1961 | Zerstört: 1991 | Wiederaufbau: 2005 | Bedeutung: Symbol für Krieg und Wiederaufbau
b) Neuer Maslenički most (Betonbogen)
Bau: 1997 | Typ: massiver Betonbogen |
Die eigentliche Zrmanja Brücke bei Obrovac
Das ist die klassische Brücke über die Zrmanja.
Most preko Zrmanje (Obrovac Brücke)
Lage: direkt am Eingang zur Stadt Obrovac | Typ: Straßenbrücke, Stahlbeton
Bedeutung: verbindet Obrovac mit der Straße Richtung Karin/Novigrad
Besonderheit: Blick auf den engen, fjordartigen Flusslauf
Wir und die Hündinnen. 70 km, die uns vorkamen wie 700. 70 km, die uns trotz unseres Altersunterschiedes zurückgeführt haben in unsere jeweilige Kindheit.
Die Zrmanja-Schlucht – sie beherbergt eine reiche Fauna und Flora (wilde Kräuter, Greifvögel, Fischschwärme und Schildkröten) war in den 1960ern zentraler Drehort der Karl May Filme (Winnetou I, Winnetou III, Old Surehand). Die inzwischen antiquarischen liebevoll gebundenen Bücher habe ich nie weggegeben.
»Howgh, ich habe gesprochen« Winnetou. Dieses Zitat ist ikonisch geworden und steht heute sinnbildlich für die gesamte Winnetou Mythologie.
Siehe auch:
NORDDALMATIEN, Teil I: Städteimpressionen

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