Nach der poetischen Eröffnung des Winterfests mit dem strickenden Cirkus Cirkör serviert nun die französisch-schweizerische Truppe des Cirque la Compagnie einen akrobatischen Roadtrip.

Fünf Brüder sind mit der Urne ihres Vaters unterwegs und sorgen mit einem originellen, äußerst turbulenten Kammerspiel für beste Laune. Bei der Premiere am 1. Dezember 2023 hatten auch Kinder großen Spaß, ihr herzhaftes Lachen war ansteckend.
Schon im Foyer kann das Publikum einen völlig zerbeulten, dunkelgrünen Fiat Panda bewundern. Die Truppe hat ihr eigenes Zelt mitgebracht und so können die fünf Brüder wild durch die Manege kreisen, bis sie ein Unfall stoppt. Nun ist auch die am Dach befestigte Urne ihres Vaters nicht mehr sicher. Sensationell, wie diese fünf Burschen nach dem Aufprall versuchen, das Auto zu verlassen. Sie schlüpfen mit enormem Tempo aus den Fenstern, immer wieder raus und rein, denn Scheiben gibt es natürlich keine. Dann hängen sie aus den offenen Türen und fliegen übers Dach, um irgendwie wieder im Auto zu verschwinden.
Als Ruhe einkehrt, haben sie endlich wieder Zeit, sich um die Urne zu kümmern. Wo soll die Asche nun verstreut werden? Vielleicht hoch oben auf einem Berg. Sie verwenden das Auto für eine gefährliche Klettertour und, obwohl sie angeseilt sind, geht dabei so einiges schief.





Da der Vater ein begnadeter Messerwerfer war, versucht einer seiner Söhne, ihm nachzueifern, allerdings mit mäßigem Erfolg. Das Auto ist ja nun wirklich schrottreif, daher versucht die muntere Truppe, die Reise mit einem Moped fortzusetzen. Sie hätten wirklich alle Platz darauf, wenn sie sich nicht ständig in den Haaren liegen würden. So ist es halt in einer Familie mit fünf Halbbrüdern, da sind Meinungsverschiedenheiten vorprogrammiert. Der Abend ist geprägt von rasendem Tempo und explosiver Freude. Eine Pétanque-Ballett-Einlage sorgt zwischendurch für eine kleine Verschnaufpause.
An einer chinesischen Stange zelebrieren die Burschen brüderliche Verbundenheit. Auch auf einer Kippe wissen sie genau, wer wohin fliegt und wo er dann schließlich landet. Nach dieser Nummer haben sich dann alle ihren Schnaps redlich verdient.
Was wäre eine so bunte Show wohl ohne Live-Musik? Drei Damen unterhalten mit Jazz- und Klezmer-Songs. Sie können aber auch eine ganze Schafherde imitieren. Einen nächtlichen Spaziergang der Brüder untermalen sie mit einem stimmungsvollen Klangteppich.
Nach der umjubelten Vorstellung wird im Foyer weitermusiziert. Das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.


„Pandax“ – Cirque la Compagnie. Regie: Maximilien Delaire. Mit: Zackary Arnaud, Baptise Clerc, Boris Fodella, Charlie Mach und Nicolas Provot. Live-Musik: Seraina De Block, Ondine Cantineau und Astrid Creve. Fotos: Winterfest © Magdalena Lepka

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