Am 6. Dezember 2024 verließen die letzten „Echten Salzburger Mozartkugeln von Mirabell“ die traditionsreiche Fabrik in Grödig. Wenig später schloss die Salzburg-Schokolade ihre Tore für immer. Der Salzburger Fotograf Peter Hellekalek hat die letzten beiden Monate dieses Betriebes in einer eindrucksvollen Serie dokumentiert, die nun in der Stadtgalerie zu sehen ist.

Von Karl Traintinger
Seine Aufnahmen zeigen die Menschen an ihren Arbeitsplätzen, konzentriert, routiniert und zugleich von einer leisen Wehmut getragen. Maschinen, Nahaufnahmen glänzender Produktionsanlagen, Porträts der Arbeiterinnen und Arbeiter, Bewegungen im Arbeitsfluss – all das fügt sich zu einer vielschichtigen Erzählung. Die Bilder wirken nüchtern, aber niemals kalt.
Sie erinnern an die Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie, die stets den Alltag, die Arbeit und die Würde der Menschen sichtbar machte. Man denkt an Lewis Hine, der Kinderarbeit dokumentierte, oder an Dorothea Lange, die während der „Great Depression“ Armut ins Bild setzte. Hellekalek reiht sich hier mit einem leisen, analytischen Blick ein, der zugleich Nähe zulässt.
In der gut besuchten Vernissage waren zahlreiche ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fabrik anwesend, die die Ausstellung mit persönlichen Erinnerungen bereicherten. Dadurch entstand ein lebendiger Dialog zwischen Bildern und gelebter Geschichte.

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