
Autor: Peter Jungk
Titel: Aithers Traum – Zwischen Nirgendwo und Überall
Genre: Sciencefiction-Roman
ISBN-13: 979-8242535640
Verlag: Independently published
Erschienen: 10.01.2026
Klappentext:
Nach wechselvollen Reisen in die Zeit und an die entlegensten Orte der Metagalaxis stürzt eine fremde Macht Ash, El und ihre Freunde in ein geradezu rauschartiges Wechselspiel von „was wäre wenn“ und „was ist wirklich“. Bis sie erkennen, was unter dieser Macht zu verstehen ist. Das sprengt jedes Vorstellungsvermögen, aber sie erkennen schließlich, was sie von ihnen will…

Rezension von Anna Lemberger
Alinas Neugier, die sie zu einer Zeitreise in das mykenische Griechenland verführte, sollte nachhaltige Auswirkungen haben. Da das Tor zur Gegenwart verschlossen blieb, war sie gezwungen, lange Zeit in der Vergangenheit zu verweilen. Zuvor jedoch galt es, so manches Abenteuer zu bestehen: Sie begegnete der größenwahnsinnigen Priesterin Melissa, die die junge Frau der Göttin Artemis opfern wollte, um weiteres Unheil abzuwenden. Schließlich rettete Oineus, der König von Kalydon, Alina, ehelichte sie und gab ihr den griechischen Namen Atheia. Aus dieser Ehe geht die Tochter Deianira hervor, mit der Atheia nach einem gefährlichen Angriff auf den Palast von Kalydon schließlich in die Gegenwart flüchtet.
Als die heranwachsende und später erwachsene Diane, die sich zu einer hochbegabten Raumfahrt- und IT-Expertin entwickelt hat, auf ihren Kollegen Hermann, den Marsianer, trifft, beginnt eine spannende Abenteuerreise mit hochmodernen Raumschiffen durch Raum und Zeit.
Hermann und Diane reinkarnieren nach ihrem Tod als El und Ash. Mit allen Erinnerungen ihrer früheren Existenzen versehen, erwachen sie in der mittleren Steinzeit und machen sich erneut auf den Weg zu neuen Forschungsaufträgen. Sie folgen an Bord des Raumschiffs Krones, unterstützt von dessen hochentwickelter KI, den Spuren der Ankis – einer entmaterialisierten Schwarmintelligenz des Kosmos. Mit an Bord befinden sich auch sogenannte Memos: von der KI erzeugte Projektionen, die die Erinnerungen El/Hermanns und Diane/Ashs nahestehender Personen aus früheren Zeitreisen in sich tragen.
Ein beispielloses und gefahrvolles Abenteuer beginnt – von der Gegenwart über die Kreidezeit der Erde bis weit hinaus in die Zukunft.
Das Cover dieses Werkes wirkt ebenso nebulös und mysteriös wie die vielschichtige Erzählung, die es umschließt. Der Auftakt führt zurück an den Nullpunkt – zu jenem Moment, in dem alles begann, und zu jener schicksalhaften Zeitreise, der die Heldin dieser Weltraumsaga ihre Existenz verdankt.
Im Zentrum entfaltet sich ein gewaltiges Panorama: Die Handlung navigiert zwischen den Missionen zweier hochtechnisierter Raumschiffe und ihrer Besatzungen. Dabei vollzieht der Autor ein riskantes, aber gekonntes Manöver zwischen den Epochen. Fiktion und reale naturwissenschaftliche Phänomene werden so eng verwoben, dass die Grenzen bewusst verschwimmen.
Jungk gelingt es, Realität und Vision derart überzeugend miteinander zu verschränken, dass beim Lesen ein philosophischer Denkprozess in Gang gesetzt wird. Die Erzählung lädt dazu ein, feste Koordinaten von Raum, Zeit und menschlichem Dasein neu zu hinterfragen. Auch die Frage nach Formen außerirdischen Lebens bleibt offen, da der Autor erneut auf ein abgeschlossenes Ende verzichtet.
Obwohl der Roman zahlreiche Rückblicke auf die vorangegangenen Teile enthält, empfiehlt es sich, auch die früheren Bände zu lesen, um die komplexen Zusammenhänge vollständig zu erfassen. Diese Fortsetzung der Weltraumsaga erweist sich als stimmige Ergänzung der Reihe – fordernd, vielschichtig und zugleich ein genussvolles Leseerlebnis.

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