Die Fotoausstellung Project Groundswell macht Mut. Sie zeigt, dass zeitgenössische Fotografie und Film mehr können, als nur auf Krisen hinzuweisen: Sie können Hoffnung, Handlungsspielräume und konkrete Lösungsansätze sichtbar machen. Entstanden ist das Projekt aus einer europäischen Zusammenarbeit von FOTOHOF, Cortona On The Move, Imago Lisboa und dem Photo Museum Ireland, gefördert durch Creative Europe.

Von Karl Traintinger
Aus rund 400 Einreichungen wählte eine internationale Jury zwölf fotografische und filmische Arbeiten aus. Vier davon wurden ausgezeichnet und stehen im Zentrum der Ausstellung: Ingmar Björn Nolting, Gonçalo Fonseca, Yvette Monahan und Maria Oliveira. Ihre Projekte werden in allen beteiligten Ländern gezeigt, begleitet von eigenen Publikationen in der FOTOHOF EDITION.

Ingmar Nolting erzählt in „Eviction“ vom Dorf Lützerath und dem Widerstand gegen den Braunkohleabbau. Seine Bilder fangen nicht nur die Räumung ein, sondern auch den Zusammenhalt und die Hoffnung einer Gemeinschaft, die für Klimagerechtigkeit eintritt. Gonçalo Fonseca richtet den Blick in „A Burning Landscape“ auf die immer wiederkehrenden Waldbrände in Portugal. Seine Arbeit ist persönlich und zugleich lösungsorientiert: Sie zeigt neue Wege der Wiederaufforstung und der Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden.
Mit „The Ocean Within“ schlägt Yvette Monahan leisere Töne an. Sie versteht Fische als Träger eines kollektiven Gedächtnisses der Meere und lädt dazu ein, den Ozean als lebendiges, empfindsames System wahrzunehmen. Maria Oliveira wiederum widmet sich in „Bone Foam“ einer einfachen, naturverbundenen Lebensweise in ländlichen Regionen Portugals. Ihre Arbeit ist eine liebevolle Erinnerung daran, wie viel Wissen und Fürsorge in diesen beinahe verschwundenen Alltagspraktiken steckt.




Ergänzt werden die Hauptarbeiten durch eine Video-Installation der Finalist:innen, unter anderem mit Beiträgen von Oliver Ressler, Nora Schwarz, Marco Buratti, Chloé Azzopardi und Adam Sébire. Diese Arbeiten erweitern die Ausstellung um politische, ökologische und gesellschaftliche Perspektiven.
Die Präsentation ist ruhig, übersichtlich und angenehm zugänglich. Man kann sich Zeit nehmen, schauen, nachdenken und ins Gespräch kommen. Project Groundswell richtet sich nicht nur an Fotografie-Begeisterte, sondern an alle, die sich für Umweltfragen interessieren und neue Blickwinkel suchen.
In Salzburg ist die Ausstellung noch bis 4. April 2026 zu sehen. Danach reist sie weiter nach Dublin, im Sommer nach Cortona und im Herbst nach Lissabon.

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