In unserer Gesellschaft leben Menschen mit sehr unterschiedlichen Wurzeln zusammen. Teilweise auf engstem Raum. Menschen mit unterschiedlichen Religionen. Menschen mit unterschiedlichen Wertemustern. Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen. In vielen Ländern Europas wird inzwischen der Islam als Bedrohung empfunden.

Von Rochus Gratzfeld
Es werden Verbote erlassen, die beispielsweise das Tragen einer Burka untersagen. Gerade Österreich tut sich besonders schwer mit der Akzeptanz islamischer Symbole (Minarette). Rechte Parteien schüren die Angst vor „Überfremdung“. „Daham statt Islam“.
Andererseits boomen Kebap-Stände, geht „Otto-Normal-VerbraucherIn“ lustvoll über den Naschmarkt. Angela Merkel hat die multi-kulturelle Gesellschaft für gescheiter erklärt. Hat sie recht? Müssen wir uns vor Überfremdung und Islam fürchten? Braucht es abgrenzende Maßnahmen? Oder stehen wir erst am Anfang der Entwicklung neuer Formen von Multikulturalität?
In meinem Buch „Multi-Kulti“ habe ich mich mit der Thematik in der Kleinheit „meines Grätzels“ – Elisabeth-Vorstadt – auseinandergesetzt. Auch mein Fotoprojekt „salzachMENSCHEN“ ist eine Dokumentation von und Auseinandersetzung mit Vielfalt.
Vor ca. einem Jahr habe ich mich entschlossen, die Facebook-Gruppe „Multi-Kulti“ ins Leben zu rufen. Inzwischen diskutieren und argumentieren hier fast 200 Menschen zum Thema. Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Tauschen sich aus. Sprechen natürlich über Rassismus und radikale Entwicklungen. Über Minderheiten, wie die Roma und Sinti. Über den Umgang mit BettlerInnen. Über Kunst und Kultur.

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