Salzburgs Straßen frei – Radwege oft vernachlässigt

Fahrrad im Schnee | Foto: Karl Traintinger, dorfbild.at

Fahrrad im Schnee | Foto: Karl Traintinger, dorfbild.at

In der kalten Jahreszeit präsentiert sich die Stadt Salzburg in einem äußerst gepflegten Zustand. Personen, die mit dem Auto unterwegs sind, kommen in der Regel gut durch. Die Straßenräumung erfolgt frühzeitig, der Schnee wird zügig beseitigt und der Verkehr kann wieder frei fließen. Insbesondere auf den Hauptverkehrsstraßen ist dies deutlich spürbar: Busse fahren verlässlich und Staus halten sich in Grenzen.

So Wochenkommentar

Von Ruslana Soloviova

Sobald jedoch das Verkehrsmittel gewechselt wird, zeigt sich ein anderes Bild. Auf zahlreichen Radwegen befindet sich noch Schnee, es ist matschig und glatt. Teilweise ist er auch nur noch halbgeräumt. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss oft auf die Straße ausweichen oder steigt komplett ab. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch gleichzeitig gefährlich. Außerdem gibt es keine Möglichkeit mehr, ein Fahrrad abzustellen, da die für Radfahrer vorgesehenen Parkplätze ganz im Schnee sind.

Besonders problematisch ist es für die Menschen, die beispielsweise täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Uni fahren, für Schüler und Schülerrinnen, aber auch für die älteren Radfahrer und Radfahrerinnen. Gerade sie benötigen gut geräumte Wege. Wenn der Winterdienst die Radwege als Letztes von Schnee befreit, zeigt das, dass das Auto Vorrang hat.

Die Stadt Salzburg möchte eine Stadt sein, die nachhaltige Mobilität für alle fördert. Das bedeutet, dass das Radfahren auch im Winter attraktiver werden soll. Das funktioniert jedoch nur, wenn Radwege genauso ernst genommen werden wie Fahrwege. Es geht nicht darum, den Autoverkehr schlechtzureden oder diesen zu vernachlässigen, sondern darum, Gleichberechtigung für jedes Transportmittel zu schaffen.

Die Stadt Salzburg zeigt, dass ein guter Winterdienst möglich ist. Als nächsten Schritt sollten auch die Radwege zuverlässig vom Schnee geräumt werden. Damit schafft die Stadt mehr Verkehrssicherheit, mehr Klimaschutz und eine Stadt, in der alle zufrieden sind – sogar im Verkehr im Winter.

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