Schweinepreise im Sinkflug – und alle schauen weg
In Deutschland hat für die Schweine eine bittere Zeit begonnen: Die Preise fallen ins Bodenlose, und seit dem Dioxin-Skandal will kaum jemand noch etwas mit ihrem Fleisch zu tun haben. Die Folge? Für manche Betriebe ist es mittlerweile wirtschaftlich sinnvoller, ein krankes Tier zu töten als es zu behandeln. Willkommen in der Logik der Lebensmittelindustrie.
Die Hoffnung, dass sich das alles bald beruhigt? Eher Wunschdenken. Zwar könnte man das Fleisch einfrieren, um es später wieder zu verkaufen – aber Lagerkosten und Zinsen fressen den Gewinn. Also bleibt es wahrscheinlich da, wo es viele nicht vermuten: im gewürzten Fertiggericht, das mittags schnell über die Theke geht. Hauptsache günstig.
Die Landwirte stehen derweil am Rand des Abgrunds. Viele kämpfen, einige werden aufgeben müssen. Die Schweine verlieren sowieso. Und wie so oft gewinnen ein paar wenige, die aus der Krise ein Geschäft machen.
Am Ende bleibt alles beim Alten: Der Preis entscheidet – nicht das Tierwohl, nicht die Qualität, nicht der gesunde Menschenverstand. Und wir alle machen mit, solange das Schnitzel unter acht Euro kostet.

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Ich freue mich schon auf die vormarinierten Schweinsripperl zu Grillen im kommenden Sommer. Da wird doch schon seit langer Zeit auf Tiefgefrierripperl zurückgegriffen, hört man; vielleicht kosten die im kommenden Sommer fast nichts, wäre doch schön! Da müßte man dann nur noch das Bier bezahlen, ein herrlicher Gedanke!
Die Achtung vor Tieren ist doch schon lange verloren gegangen. Auf der einen Seite werden manche Haustiere in einem Grad vermenschlicht, der schon an Schizophrenie grenzt, auf der anderen Seite haben die meisten Nutztiere alle Rechte an den Götzen Profit verloren. Die Achtung, die zum Beispiel Indianer vor den Tieren hatten und haben, ist nicht mehr zeitgemäß. Gut, das ist wahrscheinlich ein schlechtes Beispiel, die Indianer wurden ja auch fast ausgerottet und die Übriggebliebenen haben auch heute noch immer fast keine Rechte. Vielleicht schlägt die Natur in der Jetztzeit mit Lebensmittelskandalen zurück, wer weiß? Irgendwo wäre es gerecht.