Schweiz ohne Armee denken

Schweizer Fahne

Schweizer Fahne | Foto: Karl Traintinger, Dorfbild.at

Militärbudget der Schweiz auf null Prozent setzen

In der Schweiz plädieren die Bürgerlichen – von der Schweizerischen Volkspartei bis zur Mitte, der früheren konservativ-katholischen Partei – für Aufrüstung. Sie wollen das Militärbudget von 0,7 auf 1 Prozent des Bruttosozialprodukts erhöhen. Das entspräche einer Steigerung von 6,3 auf 10 Milliarden Franken.

Heinrich Frei

Von Heinrich Frei, Zürich, Schweiz

Wie die Neue Zürcher Zeitung am 20. Dezember 2025 jedoch schrieb, sind die effektiven Armeeausgaben der Schweiz höher, als es auf den ersten Blick scheint. Pro Kopf der Bevölkerung gibt die Schweiz mehr für die Armee aus als andere Länder, mehr als Deutschland oder Frankreich.

Ich plädiere dafür, das Militärbudget Helvetiens auf null Prozent des Bruttosozialprodukts zu reduzieren. Und: Stopp aller Kriegsmaterialexporte – nicht nur in die USA, die seit Vietnam immer wieder Kriege geführt haben. Keine Investitionen mehr der Schweizer Nationalbank, der Banken, Versicherungen und Pensionskassen in Rüstungskonzerne; nicht nur ein Stopp der Investitionen in Atomwaffen, Streubomben und Antipersonenminen. Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile Fertigung. Die heutigen 6,3 Milliarden Franken des Militärbudgets sollten für das World Food Programme, die Flüchtlingshilfe, für alternative Energien und für die Verbesserung der Lage armer Menschen in der Schweiz eingesetzt werden.

Die Schweiz könnte auf eine Armee verzichten. 25 Länder auf dieser Erde haben ebenfalls keine Streitkräfte. Bisher stand die Schweizer Armee immer nur gegen innere Feinde im Einsatz, gegen streikende Arbeiter und im Jurakonflikt.

In einem Verteidigungskrieg würden wir Schweizer uns zu Tode verteidigen. In unserem dicht besiedelten Land wären die Schäden in der Schweiz ungleich größer als derzeit in der Ukraine.

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