Die F-35-Kampfbomber werden einen infernalischen Lärm verursachen, wenn sie in Emmen, Meiringen, Payerne oder sonst wo starten werden. Der Protest der Anwohner in Emmen und anderswo findet kaum Gehör. Auf taube Ohren stießen die Lehrerinnen seinerzeit auch in Volketswil, als dort auf dem Militärflugplatz noch Mirage-Jets starteten. Ihr Schulhaus befand sich nicht weit vom Ende der Startpiste entfernt. Die Lehrerinnen mussten jedes Mal den Unterricht unterbrechen, wenn ein Jet startete, wie mir meine Freundin erzählte.

Von Heinrich Frei, Zürich, Schweiz
Abgesehen vom Lärm, den die F-35-Kampfbomber verursachen werden, muss man sich fragen: Brauchen wir diese Jets?
Die Schweiz ist zu klein für moderne Kampfflugzeuge: Von Genf bis nach Strada im Engadin sind es nur 286 Kilometer. Von Basel bis nach Chiasso im Tessin beträgt die Distanz lediglich 137 Kilometer. Ein Jet, der mit einer Geschwindigkeit von 2000 Kilometern pro Stunde fliegt, durchquert die Schweiz von West nach Ost in 8,5 Minuten und von Norden nach Süden in 4 Minuten.
Wer soll in der kleinen Schweiz überhaupt bombardiert werden? Österreich, Liechtenstein? Aufständische ausländische Arbeiter, die streiken, irgendwelche Demonstranten oder Klimaaktivisten? Soll die Schweizer Luftwaffe einmal gemeinsam mit der NATO Präventivschläge gegen einen Feind im Ausland, etwa in Russland, führen?
Die Schweiz will derzeit rund 6,4 Milliarden Franken für die F-35-Kampfjets ausgeben, inklusive eines Zusatzkredits von 394 Millionen Franken für 30 Jets – insgesamt also 6,8 Milliarden Franken. Ein F-35-Kampfbomber wird demnach rund 226 Millionen Franken kosten.
Für den Preis eines Jets, der 226 Millionen Franken kostet, könnte man in der Schweiz 376 Vierzimmerwohnungen bauen, die jeweils 600’000 Franken kosten.

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