Der Streit um die Freiheit der Kunst in Salzburg zur Festspielzeit
Salzburg hat wieder Schlagzeilen. Agnes Husslein, Direktorin des Rupertinums, verhilft der Stadt gemeinsam mit der Wiener Künstlergruppe Gelitin zu zusätzlicher Aufmerksamkeit. Auf dem Max-Reinhardt-Platz steht deren „Arc-de-Triomphe“ – ein Triumphbogen, der nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine Form auffällt.

Von Karl Traintinger
Das richtige Kunstwerk am richtigen Platz – und das zur richtigen Zeit. Es ist Festspielzeit, und da gelten in Salzburg besondere Regeln. Kinofilme werden auf ihre Jugendtauglichkeit geprüft, die Kunst hingegen darf alles. Selbstverständlich unzensiert.
Die Freiheit der Kunst ist wichtig. Kunst darf, ja muss sogar provozieren. Aber muss deshalb wirklich alles, überall und um jeden Preis erlaubt sein?
Ein erigierter „Zepedeus“ mag Aufmerksamkeit erregen. Ob er deshalb bereits bedeutende, diskussionswürdige Kunst ist, bleibt eine andere Frage. Die Künstlergruppe Gelitin hat jedenfalls erreicht, was Kunst im öffentlichen Raum oft erreichen soll: Die Menschen reden darüber.
Ob sie auch darüber nachdenken, ist nicht garantiert. Aber vielleicht genügt das in der Festspielstadt schon.
Siehe auch:
Kunst und das Recht auf Provokation >
Der Mob von Salzburg >
Der triumphale Männerkörper >

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