soweitsoguat, die q.

Sie ist seit einigen Monaten auf dem Markt, die aktuelle CD der Lungauer Querschläger, und die Konzertsäle der Promotion-Tour sind durchwegs ausverkauft. Die Band, die seit mittlerweile 15 Jahren in ihrer jetzigen Stammbesetzung spielt, hat mit der neuen CD längst nicht nur ihre treuen Fans begeistert.

Schon der erste Titel definiert das langjährige Erfolgskonzept der Kultband: „bis da her sen mir hiaz kemma und des kann ins neamd mehr nehma – so weit so guat“. Musikalisch bewegen sich die Querschläger auf sehr hohem Niveau. Die Musiker überzeugen mit einer Vielzahl an Instrumenten, die sie gekonnt einsetzen und zu einer mitreißend bunten Klangwolke verweben. Als erklärter Holzblasinstrumentenfan begeistert mich Fritz Kronthaler mit seinem Saxophon immer wieder – stellvertretend für alle Bandmitglieder genannt.

Insgesamt sind die Querschläger etwas ruhiger und gesetzter geworden. Auf der CD finden sich einige sehr persönliche Balladen. Die Lungauer „Ächtleng“ haben damit endgültig Einzug in die Musikgeschichte gehalten, ohne ihre Bodenhaftung zu verlieren. Die Herren aus dem kältesten Salzburger Gau sind genaue und kritische Beobachter ihrer Umgebung geblieben.

In ihren Liedern sezieren die Querschläger etwa die monoton gleichförmige, sogenannte schöne Welt der typisch österreichischen Tourismusdörfer ebenso wie die Gier und den „Ruach“ mancher Zeitgenossen. Das ist erfreulich und beruhigend zugleich. Man schmunzelt oft – und wird ebenso oft nachdenklich.

Das Zitat aus dem Titelsong „und wo da weg no hingeaht, des is nia ganz g’wiss, es is a egal, weil insa herz da kompass is – so weit so guat“ lässt auch für die Zukunft Spannendes aus dem Lungau erwarten.

Info: Querschläger

Kommentar hinterlassen zu "soweitsoguat, die q."

Hinterlasse einen Kommentar