Spaziergang am Zürichsee

Heureka von Jean Tinguely

Heureka von Jean Tinguely | Alle Fotos: Heinrich Frei

Vom Le Corbusier Pavillon zu Heureka von Jean Tinguely

Falls sie wieder einmal Zürich besuchen und vielleicht dort Geld am Paradeplatz in einer Schweizer Bank in Sicherheit bringen, würde es sich auch noch lohnen einen Spaziergang am Zürichsee zu machen, vom Bellevue bis zum Zürichhorn.

Heinrich Frei

Von Heinrich Frei, Zürich, Schweiz

Für Zürcherinnen und Zürcher zählen diese Anlagen am See mit den Wiesenflächen und dem frei zugänglichen Seeufer zu den beliebtesten Aufenthaltsorten im Freien.

Dort draußen am Zürichhorn steht die Maschine Heureka die Jean Tinguely von 1963 bis 1964 für die Schweizerische Landesausstellung 1964 in Lausanne aus Schrotteilen gebaut hat. Seit 1967 steht sie am Zürichhorn. Von Zeit zu Zeit wird die Maschine lebendig und bewegt sich ächzend, wie nicht geölt.

Weiter gegen das Bellevue steht der Le Corbusier Pavillon. Heidi Weber, die mit Le Corbusier befreundet war, hatte den Architekten überzeugt einen solchen Pavillon am Zürichsee zu entwerfen. Sie hatte ihm 1960 den Auftrag für dieses einzigartige Museumsgebäude erteilt. Den Bau hatte sie mit eigenen Mitteln als alleinerziehende Mutter finanziert, trotz vielfältiger Schwierigkeiten realisiert und ihn am 15. Juli 1967 als Centre Le Corbusier – Heidi Weber Museum feierlich eröffnet. Heidi Weber betrieb am Neumarkt im Zürcher Niederdorf ein Möbelladen, der auch Le Corbusier Möbel verkaufte.

Le Corbusier konzipierte das Gebäude als Ausstellungspavillon; sein Ziel war ein Ort für Ausstellungen zu bauen. Kunst, Architektur und Leben sollten in diesem Bau zu einer neuen Einheit verschmelzen. Mit dem als Ausstellungsraum konzipierten Pavillon setzte Le Corbusier seine Vision einer «Synthese der Künste» um. Der Bau ist der letzte umgesetzte Entwurf des Architekten.

Nachsatz:

Wer 2011 bei einer Reise nach Zürich einen Sack voll Euros in Schweizer Franken umgewechselt hat, profitierte. Damals bekam er für einen 1 Euro 1,20 Schweizer Franken. Heute würde er für einen1 Euro nur noch 0.91 Schweizer Franken bekommen.

Wer 2011, wie mein Bekannter eine Rente aus Deutschland in der Schweiz bezog spürte dies besonders. Seine Rente von 2000 Euro war 2011 in der Schweiz noch 2400 Schweizer Franken Wert. Heute ist seine deutsche Euro-Rente nur noch 1820 Schweizer Franken Wert. Er konnte sich das Leben in der auch sonst teuren Schweiz mit seiner deutschen Rente nicht mehr leisten. Er nahm Wohnsitz in Lindau am Bodensee und lebt jetzt in Serbien,

Vielleicht verliert der Euro und der Dollar gegenüber dem Schweizer Franken noch weiter an Wert. Die Aufrüstung Europas und der USA, der Krieg in der Ukraine, die Kriege Amerikas an denen auch Europa beteiligt ist kosten Milliarden. Vermutlich werden diese astromischen Kosten, wie beim Vietnamkrieg via den Dollar wieder auf auf andere Währungen überwälzt nicht zuletzt auch auf den Euro und letztlich auch auf den sicheren Schweizer Franken.

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