Das rot-dunkelrot-grüne Salzburg plant, die Gebühren für Schanigärten zu erhöhen. Irgendwo muss das Geld für die nächsten Feste schließlich herkommen. Der Bürgermeister und seine Regierung werden sich dabei schon etwas gedacht haben: Wenn man das Sitzen im Freien teurer macht, wird am Ende auch das Kaffeetrinken teurer werden. So einfach ist kommunale Wirtschaftspolitik.
Der kleine Braune um 8 Euro, der Cappuccino um 11€ – das klingt heute noch wie Übertreibung, morgen ist es vielleicht schon eine Tatsache. Und falls dann weniger Touristen kommen, wäre auch dieses Problem elegant gelöst. Die Einheimischen wiederum bleiben ohnehin lieber daheim, wenn ein Kaffeehausbesuch langsam den Charakter eines Luxusausflugs annimmt.
Man muss die Sache also gerecht beurteilen: Salzburg verteuert nicht das Leben. Salzburg hilft bloß beim Sparen – indem man sich bald nicht einmal mehr den Kaffee leisten kann. Die eigentliche Pointe: Der billigste Platz in Salzburg bleibt bald der daheim am Küchentisch.

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